Unser persönlicher Jahresrückblick 2012

Unsere Highlights und Enttäuschungen 2012

Das Jahr geht zu Ende und wir blicken in aller Kürze zurück auf die wunderbarsten Leseerlebnisse und die im Rückblick leider verschwendeten Lesestunden. Hier findet ihr unsere jeweils 5 Besten und 5 „weniger Besten“ der gelesenen Bücher in 2012 – unsere völlig subjektive und persönliche Bewertung und Auslese des gesamten Lesesujets des letzten Jahres. Das waren unsere Highlights und Enttäuschungen 2012 – lasst euch überraschen!

Die fünf Highlights

Laura: „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell

Sprachlich und inhaltlich eine Wucht: Man hat Unterhaltung, Ernst, Nachdenklichkeit, Bildgewalt, Liebe, interessante Charaktere, Dystopie… alles in einem bzw. in sechs Erzählsträngen. Und dann die pyramidiale / gespiegelte Erzählstruktur in Kombination mit einer abwechslungsreichen, spielerischen Sprache…. einfach ein tolles Buch, das mich sehr beeindruckt hat.
Das gelungenste Buch des Jahres für mich!

Katja: „Alles ist erleuchtet“ von Jonathan Safran Foer

Meine Neuentdeckung für 2012 ist definitiv u.a. Jonathan Safran Foer. Ich habe im Dezember seinen Erstlingsroman „Alles ist erleuchtet“ über die fiktive Reise in das ukrainische Dorf Trachimbrod gelesen und mich in die jüdische Gemeinschaft dieses Dörfchens sowie die Erzählweise Foers verliebt. Ein so poetisches, geschichtsträchtiges, anrührendes, sensibles, witziges, unterhaltsames und intelligent gemachtes Buch habe ich selten gelesen. Ich bin total begeistert von der erzählerischen Qualität dieses Debüts. Großartig!

Laura: „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt

Bildbeschreibungen die mich in ihren Bann ziehen, das Leben eines Künstlers und erzählt aus der Sicht eines Kunsthistorikers – das muss mich ja überzeugen :). Der Roman hat mich aber vor allem sehr bewegt und emotional berührt. Die Autorin greift viele Themen auf (Essstörungen, Drogen, Lügen, Beziehungen, Verlust eines Kindes) und spannt dadurch ein weites Netz an spannenden Inhalten.
Das bewegendste Buch des Jahres für mich!

Katja: „Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami

Mein erster Roman von Murakami, der mich sehr bewegt hat und zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählt. Dieses Buch entwickelt eine erzählerische Sog-Wirkung, die einen sprachlich in die Tiefen der Figurenwelt zieht und nicht mehr hinaus lässt. Sehr berührend und bewegend, traurig, wenn auch teilweise mit zu viel Sex- und Selbstbefriedungsszenen für meinen Geschmack.

Beide: „Freiheit“ von Jonathan Franzen

Laura: Der ultimative Familienroman der postmodernen amerikanischen Gesellschaft. Voll gepackt mit authentischen Lebensgeschichten, Gefühlen, den großen Fragen im Leben und der Suche nach sich selbst…
Das umfassendste und intelligenste Buch des Jahres für mich!

Katja: Das kann ich so unterschreiben – ein großartiges Buch!

Katja: „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ von Carson McCullers

Ein Roman mit solch einem poetischen Titel kann einfach nur schön sein und hat mich sehr begeistert. Im Mittelpunkt steht das Amerika der 30er Jahre und die Randgestalten der Gesellschaft – Carson McCullers lässt den Leser ins das Innere von Menschen blicken, die selten Hauptfiguren eines Romanes werden und schreibt berührend zärtlich von den Sehnsüchten dieser Menschen und der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die mich sehr fasziniert haben.

Laura: „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ von Christa Wolf

Dank Katja habe ich Christa Wolf für mich entdeckt und eine Menge von ihr gelesen. Dieser letzte Roman von ihr gibt ihre Zeit zu Beginn der 1990er Jahre wieder, die sie in den USA verbrachte. Dort setzt sie sich mit ihrer (deutschen DDR-) Vergangenheit und Identität auseinander. Zugleich beschreibt sie herrlich, wie es ist, im Ausland eine Fremde zu sein, wie der amerikanische Lifestyle wirkt usw.
Das nachdenklichmachendste Buch des Jahres für mich!

Katja: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

Mit dieser wunderbaren Lektüre fing mein Jahr an – ich bin dem Aufbau-Verlag für diese wunderschöne Neuausgabe dankbar. Die traurige Geschichte des Arbeiterehepaars Quangel nach historischem Vorbild hat mich tief bewegt und ich verfolgte gespannt deren Wege im Berlin der 30er Jahre. Realistisch und einfühlsam erzählt, literarisch großartig komponiert. Fallada schreibt über eine Zeit, die er intensiv erlebt und durchlebt hat und deren Schilderung daher so intensiv und nachvollziehbar wirkt, dass sie einen nicht mehr los lässt. Unbedingte Leseempfehlung!

Beide: „Der Mann schläft“ von Sibylle Berg

Laura: Die Geschichte einer Liebe, so wie sie ist. In einer melancholischen, misanthropisch gefärbten Sprache, die mich umgehauen hat.
Die Neuentdeckung / der Liebesroman des Jahres für mich!

Katja: So sehe ich es auch. Ein wunderbares Buch und eine Liebesgeschichte, die aus allen stereotypen Kriegen-sie-sich-oder-nicht-Liebesgeschichten hervorsticht – man möchte sich viele Sätze als Plakat an die Wand meiseln. Sprachlich eine Explosion, ideell ein Fest: Ihr schwarzer Humor und zynischer Ton trifft mich genau ins Herz.

Die fünf Enttäuschungen

Laura: „Mängelexemplar“ von Sarah Kuttner

Nachdem ich „Wachstumsschmerz“ von ihr gut fand, war dieses Buch leider ein Reinfall. Das Thema Depression interessiert mich eigentlich, hier gibt es aber absichtliche Provokationen und sprachliche Geschmacklosigkeiten („mein persönlicher elfter September“, „das aktuelle Jahr, das mich so in den Arsch gefickt hat“ o.ä.) – und mehr nicht. Da ich keine Depressionen habe, weiß ich nicht, ob sie diese Krankheit passend beschreibt. Aber es gibt ganz sicher bessere Bücher darüber, die auch sprachlich anspruchsvoll sind.

Katja: „Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte“ von Ljudmila Petruschewskaja

Diese Geschichtensammlung, die ich auf Empfehlung las, hat mich enttäuscht. Teilweise völlig abwegig für mich nicht mehr erzählerisch stimmig oder nachvollziehbare surrealistische Begebenheiten, die mich nicht gruselten, sondern eher nur verwunderten und abschreckten, so dass ich keine Lust mehr auf ein Weiterlesen hatte … Eigentlich mag ich russische Märchen, aber diese konnten mich leider nicht faszinieren.

Laura: „Regenroman“ von Karen Duve

Martina und Leon beziehen ein Haus im Moor und alles geht den Bach hinunter. Alles tropft, ekelt, schleimt, alle Menschen (Charaktere) sind verwerflich, weich, schlecht… Martina + Leon: meine absoluten Antihelden. Ein Buch, bei dem man sich fragt, warum man es lesen sollte.

Beide: „Agnes“ von Peter Stamm

Laura: Laaaannngggwwweeeiilliiigg und eine total unterkühlte Liebesgeschichte. Keine Nähe zu den Figuren, eine Geschichte, von der nichts bleibt.

Katja: Furchtbar uninspiriert, nichtssagend, ein Inhalt, der nicht im Gedächtnis bleibt, Figuren, die mich nicht affizieren, weder ansprechen noch abstoßen, sondern mich nur langweilen. Dieses Buch erzählt mir nichts und fängt mich weder mit seiner Geschichte noch Sprache ein … Kein Grund, einen weiteren Peter Stamm-Roman zu lesen.

Katja: „Vincent und Sien“ von Theun de Vries

Man erfährt einiges aus dem einfachen Leben des Malers, der in ärmlichen Verhältnissen lebend als Außenseiter mit seiner Dirne ein karges Leben fristete und völlig abhängig von den finanziellen Gaben seines Bruders war. Sprachlich wenig interessant und von der Geschichte her wenig aussagekräftig und spannend. Van Gogh hat meiner Meinung nach mehr verdient, als dieser kurze Anriss eines Teils seines Lebens …

Laura: „A long Way Down“ von Nick Hornby

Am Silvesterabend treffen sich fünf völlig verschiedene Personen auf dem Dach eines Hochhauses mit einem gemeinsamen Ziel: Jeder von ihnen will sich umbringen. Doch sie entscheiden sich, das erstmal zu lassen.
Meiner Meinung nach insgesamt zu amerikanisch, zu oberflächlich, zu filmisch inszeniert. Zwar interessant aus verschiedenen Perspektiven erzählt, aber irgendwie fehlt mir die Tiefe.

Katja: „Die Eismalerin“ von Kristin Marja Baldursdottir

Ein Roman, der mir immer mal begegnete in den Buchhandlungen und mich interessierte aufgrund der Geschichte einer jungen Frau und Künstlerin und ihres harten Lebens als Mutter im Island um 1900. Hat mich leider sprachlich enttäuscht und in ihren klischeehaften Beschreibungen von Liebesszenen sehr gestört. Vor allem die Handlungsentwicklung wies Brüche auf und die Spannung wurde nicht bis zum Ende durchgehalten … daher eher enttäuschend.

Laura: „Ausweitung der Kampfzone“ von Michel Houellebecq

In seinem Erstling schreibt der Skandalautor Houellebecq vom Abstieg eines Informatikers und dessen Versuch, einen Kollegen zum Sexualmord zu überreden. Zu unspektakulär, zu wenig houellebecqsch, wenn man ihn sonst kennt. Ein für mich irgendwie nichts sagendes, nichts gebendes Debüt, das mich nicht überzeugen konnte.

Katja: „Ich. Darf. Nicht. Schlafen“ von S.J. Watson

Dieser Krimi über eine Frau, die jeden Tag neben einem ihr unbekannten Mann aufwacht und weder weiß, wer sie ist, noch wer der Mann neben ihr ist, hat mir nicht das gegeben, was ich an einem guten Kriminalroman schätze. Solche Stories können mich nicht fesseln, vor allem, wenn zu schnell klar wird, worin das unlösbare Geheimnis besteht und sich das Ende als sehr flach und enttäuschend erweist. Weiteres Manko – man merkt, dass auf sprachliche Finesse kein Wert gelegt wird – eher flach …

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15 Gedanken zu “Unser persönlicher Jahresrückblick 2012

  1. Hallo Ken Takel, schön, dass du hergefunden hast! Dir hat Franzens „Die Korrekturen“ gut gefallen? Dann solltest du unbedingt „Freiheit“ lesen, das fanden wir beide sogar nochmal um Längen besser ;). Liebe Grüße, Laura von aboutsomething

  2. Franzen habe ich bereits im vorvergangenen Jahr gelesen, damals gehörte es aber auch zu meinen Highlights. 🙂
    Zu schlucken habe ich ja daran, dass ihr Peter Stamm als langweilig klassifiziert. Diesem Urteil kann ich mich – als großer Fan von Peter Stamm – nicht anschließen.

    Liebe Grüße und viele schöne literarische Entdeckungen auch im nächsten Jahr
    Mara

    1. Ah, interessant, wir hatten uns gestern bei unserem Gespräch nämlich gefragt, was die Peter Stamm-Fans bei seinen Büchern interessant oder lesenswert finden. Dann hast du darauf sicher eine Antwort!? Ich hab auch „Sieben Jahre“ von ihm gelesen, was ich besser, aber keineswegs herausragend fand. LG Laura

      1. Liebe Laura,
        ich hoffe, mein erster Kommentar klang nicht zu unfreundlich, so war er wirklich nicht gemeint. Geschmäcker sind natürlich immer verschieden und so empfindet jeder die Lektüre eines Buches eben anders. Ich mag an Peter Stamm und besonders auch an „Agnes“ die knappe, lakonische und beinage schon kühle Sprache, die auch viele weitere seiner Texte auszeichnet. Daneben hat mich aber auch auch die Traurigkeit, die wie ein Schleier über der Geschichte liegt, berührt. Ich lese Peter Stamms Bücher seit Jahren sehr sehr gerne und mag einfach seine ruhige und leise Art zu erzählen.

        Ganz liebe und entschuldigende Grüße 🙂
        Mara

    2. Ach Mara, kein Problem, ich komme gut damit zurecht, wenn mal jemand anderer Meinung ist (und Katja ganz sicher auch), auch wenn dein Ton ungewohnt ausfiel 😉 Der Unterschied scheint dann ja auch wirklich mehr in der Wahrnehmung der Stimmung zu liegen, und gerade die ist eben sehr subjektiv bei Büchern. Uns war das dann, besonders bei einer Liebesgeschichte, zuu kühl, zu distanziert.
      Was war denn dieses Jahr dein Favorit oder deine Enttäuschung? Kommt noch ein Rückblick bei dir auf dem Blog?

  3. Liebe Laura,
    ich kann mich nur noch einmal entschuldigen, das war wirklich nicht so gemeint – ich hätte vielleicht noch einen Smilie setzen sollen, da ich es wirklich eher flapsig gemeint hatte. Schön, dass ihr mir das aber nicht übel nehmt.
    Die Tatsache, dass das Buch trotz der erzählten Liebesgeschichte diese ungewöhnliche und ungeheure Traurigkeit transportiert, ist sicherlich ungewöhnlich und kann für viele auch befremdlich wirken. Ich mochte es sehr gerne, kann aber auch verstehen, wenn jemand Schwierigkeiten mit dem Stil von Stamm hat.
    Im Moment werde ich ein bisschen von einer Erkältung geplagt und habe aufgrunddessen noch keine Ruhe und Zeit gehabt, eine Liste meiner Favoriten zu erstellen – werde das aber noch nachholen, spätestens im nächsten Jahr. 🙂
    Liebe Grüße
    Mara

    1. Du musst dich nicht entschuldigen, wenn du anderer Meinung bist als wir. Ist doch okay und ich fand es auch nicht unfreundlich. Zumal das übrigens auch ein Zufall ist, dass wir beide „Agnes“ so schlecht fanden. Es passiert auch, dass wir beide unterschiedlicher Meinung zu einem Buch sind, nur im Blog trat das bisher noch nicht so deutlich vor. Aber das wird sicherlich auch mal noch kommen. Jeder hat eben seine Leseerfahrung und nimmt Worte anders war.
      Ich fand „Agnes“ langweilig und schlecht, weil die Geschichte mich nicht berührt und mir so gar nichts gegeben hat, noch nicht mal Ablehnung oder Ekel hervorgerufen hat, einfach nichts… Diese Traurigkeit, die du beschreibst, fand ich auch nicht bemerkenswert und ich würde hier sagen: „Keine Poesie. Nirgends.“ Ich war genervt von der Figur Agnes und ihrem Verhalten, mir fehlte Dramatik in der Handlung und irgendeine neue oder spannende Erkenntnis. Die Geschichte war weder innovativ noch einzigartig oder berührend. Ich brauchte sie schlicht nicht. Jetzt wäre es spannend, mehr von Peter Stamm zu lesen, aber dazu habe ich nach „Agenes“ und all der anderen verlockenderen Bücher momentan keine Lust … Abendliche Grüße!

      1. Liebe Katja,

        dass du nach diesem negativen Erlebnis keine Lust mehr auf Peter Stamm hast, kann ich sehr gut nachvollziehen – auch wenn ich es schade finde, es gibt noch einige schöne Texte von ihm, die man entdecken könnte. Überrascht war ich – glaube ich – einfach über eure Einschätzung „langweilig“, die ich so eben nicht ganz nachvollziehen konnte … deine zusätzlichen Erklärungen haben jetzt aber ein bisschen Erhellung gebracht. 🙂 Meine Lektüre von „Agnes“ liegt leider bereits mehrere Jahre zurück, so dass ich nicht ganz so kompetent mitdiskutieren kann – aber vielleicht nehme ich mir für das kommende Jahr einen Re-Read vor … so unterschiedliche Perspektiven finde ich einfach immer wieder spannend.

        Hans Fallada habe ich übrigens sehr gerne gelesen, bisher kenne ich von ihm aber nur sein Buch „Jeder stirbt für sich allein“, das mich unheimlich beeindruckt hat. Im nächsten Jahr würde ich gerne mehr von ihm kennenlernen.

        Viele Grüße
        Mara

    2. na dann auf jeden Fall gute Besserung! Und auf deinen Überblick bin ich gespannt, wie du dir denken wirst :). Ich wünsche dir auf jeden Fall einen guten und gesunden Start in 2013! Beste Grüße, Laura

    3. Sieben Jahre war meine erste Begegnung mit Peter Stamm – eine sehr schöne Lektüre, wie ich fand. Dieses Jahr habe ich Ungefähre Landschaft gelesen, ein Werk, das mir deutlich weniger zugesagt hat. Als „langweilig“ würde ich es nicht bezeichnen, dennoch deckt sich euer Eindruck zu Agnes mit meinem zu Ungefähre Landschaft – ich habe keinen Zugang zur Geschichte gefunden, ich fand sie fast lieblos erzählt, und die Figuren blieben mir fern, fremd. Sprachlich finde ich Stamm jedoch interessant, wie Mara mag ich das Lakonische an seinem Erzählstil. Ich werde also bestimmt noch andere Bücher von ihm zur Hand nehmen.

      Wie dem auch sei: Vielen Dank für diesen schönen Rückblick! Eure Begeisterung über Jonathan Safran Foer und Sibylle Berg teile ich uneingeschränkt; Franzens The Corrections fand ich großartig, Freedom muss erst noch gelesen werden, aber ich bin mir sicher, dass auch dieser Roman mir gefallen wird. Nur in Sachen Murakami gehen unsere Meinungen auseinander, aber das wisst ihr ja. Um noch mal mich selbst zu zitieren: „Keine Poesie. Nirgends“ ;). Ich wünsche euch ein aufregendes Lesejahr 2013 mit vielen wunderbaren Entdeckungen!

      1. Liebe Caterina, da sieht man wieder mal die Leseempfindung auseinander gehen kann. Das ist so spannend. Sehr gern würde ich mich mal intensiver mit dir darüber austauschen … Ja, Murakami ist auch so eine Sache, das hatten wir ja schon. Was hälst du denn von Hans Fallada? Den möchte ich dir auch sehr ans Herz legen. Ich werde demnächst noch „Kleiner Mann, was nun“ von ihm lesen. Ansonsten freue ich mich in 2013 auf viele Klassiker von meiner Liste, die ich lesen werde u.a. Brigitte Reimann, Robert Musil. Elias Canetti und Elfride Jelinek. Auch die russische Literatur werde ich noch verfolgen und mal sehen, welche Neuerscheinung mich lockt … Mit Sicherheit werde ich auf deinem Blog gute Anregungen finden. Ich bin sehr gespannt und freue mich =) Auch auf den weiteren Austausch mit meiner Laura – es ist immer ein Fest und eine große Freude. Ich wünsche dir eine wunderbare Silvesternacht und einen guten Start ins neue Jahr! Auf bald =)

      2. Ich bin ja häufiger mal in Berlin (so auch jetzt), vielleicht lässt sich ja mal ein Treffen einrichten – auch mit anderen Bloggern -, dann können wir uns über unsere auseinandergehenden Leseerfahrungen austauschen ;).

        Fallada habe ich noch nicht gelesen, Jeder stirbt für sich allein steht seit über einem Jahr im Regal und wartet darauf, gelesen zu werden, aber der Umfang schreckt mich noch ein wenig ab.

        Deine Klassiker-Leseliste für 2013 gefällt mir. Canetti, Musil und Jelinek reizen auch mich sehr, aber wer weiß, wann ich tatsächlich zugreife. Ich habe mir für 2013 noch nichts vorgenommen und lasse mich von den Momenten und meinen jeweiligen Stimmungen leiten. Fakt ist aber, dass ich ganz dringend mal meinen SuB abarbeiten sollte, statt immer Neues zu kaufen. Ganz oben: endlich mal Umberto Ecos Der Name der Rose, Die Rättin von Günter Grass, Eine Frau flieht vor einer Nachricht von David Grossman, Trojanows Weltensammler – alles Bücher, die seit geraumer Zeit im Regal stehen… Ich müsste ein Jahr lang Augen und Ohren zumachen und keine Rezensionen mehr lesen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, neue Bücher zu kaufen, und stattdessen die vorhandenen zu lesen…

        Aber gerade das Entdecken, Stöbern, Sich-inspirieren-lassen, Sich-mit-anderen-austauschen macht ja so viel Spaß! Und darum werde ich auch 2013 ganz bestimmt nicht darauf verzichten. Ich freue mich schon auf weitere anregende Gespräche mit euch.

        Kommt gut ins neue Jahr!

  4. Ein schöner Rückblick! ich wollte ihn sowieso noch lesen, aber irgendwie kam mir da immer was dazwischen und dann war’s mir irgendwie durch den Filter gerutscht. Viele Bücher habe ich noch nicht gelesen, ich werde allerdings auch seit Jahren nicht mit Murakami warm. „Kafka am Strand“ habe ich gelesen und fand es okay, „Schlaf“ habe ich gelesen – das ist ja nur eine sehr kurze Erzählung – und die fand ich, naja .. nichtssagend. Ich kann die Begeisterung für Murakami also nicht so ganz teilen. Bisher hat das mein Interesse an ihm aber nicht geschmälert, ich hoffe immer, dass ich doch nochmal ein Buch von ihm entdecke, das mich mitreißt.

    Was ist denn von Canetti geplant? Ich habe „Die Blendung“ gelesen und fand es wirklich interessant. Extrem schräg zwar und anfangs ziemlich unzugänglich, aber wenn man dann erstmal geschafft haben, dranzubleiben, hatte es so einige faszinierende Momente zu bieten. Musil steht auch seit Jahren auf der Liste, genauso wie Proust, woran ihr mich ja mit den Zitaten immer sehr liebevoll erinnert. Genauso wie ich mir Fallada auch noch vornehmen will. Hach, ich hab noch soviele Klassiker im Regal und die konkurrieren aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit einfach viel zu häufig mit den Neuerscheinungen, die natürlich gelesen werden wollen. um den Kunden fundiert etwas raten zu können.

    Liebe Grüße,
    Sophie

    1. Liebe Sophie,
      die Anfangsschwierigkeiten bei „Blendung“ kenne ich; ich habe es vor Jahren mal angefangen und dann wieder beiseite gelegt… und doch denke ich immer mal wieder: Eigentlich würde ich gerne wieder… Mal sehen, Katja und ich wollen ja dieses Jahr beide mehr Klassiker lesen (wir sind ja nicht beruflich „gezwungen“ bei Neuerscheinungen auf dem Laufenden zu sein ;)), vielleicht ist Canetti mit dabei. Bei mir werden das auch Tolstoi und Dostojewski sein- und natürlich weiterhin mein Proust-Projekt… Da ich nun meine Promotion beginne, wird aber allzu viel Zeit nicht bleiben, also mal schauen 😉
      Dir wünsche ich auf jeden Fall ein bereicherndes Lesejahr 2013!
      Laura

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