Ordnung ist das halbe Leben…

Wie ordnet ihr eure Bücherregale?
Ich bin ein ordnungsliebender Mensch. Ich sortiere und ordne Dinge gerne, vor allem wenn ich häufiger damit zu tun habe, eine große Stückanzahl vorliegt und / oder die Gegenstände mir wichtig sind. Da ich zur Zeit mit meiner momentanen Bücherverteilung relativ unzufrieden bin, suche ich nach weiteren überzeugenden Alternativen. Bisher bin ich so vorgegangen: Nach Genre. Also Klassiker, Lyrik, Sachbuch, Fantasy, historischer Roman, Belletristik, Religion, Kinderbuch? Dann bei der Belletristik nochmal nach Herkunft des Autors (Deutschland, Amerika, Frankreich, Russland…) und dann sollen natürlich Bücher desselben Autors beieinander stehen… Was aber tun mit „Ausreißern“ wie z.B. Nina Pauers „Wir haben keine Angst“? Und nach welchen Kriterien ist ein Buch eigentlich ein „Klassiker“?

Bei meinen Kunstbüchern habe ich weniger Unsicherheiten, da wird nach Monografien, Ausstellungskatalogen und Thema bzw. Epoche geordnet. Aber jedesmal, wenn ich meine literarische Ecke ansehe, kribbelt es mir in den Fingern…Bücherregal

Wie ist das bei euch? Seid ihr mit eurer Ordnung (welcher?) zufrieden? Oder sortiert ihr alle paar Jahre um? Spätestens wenn bei mir die nächsten Einlegefächer fällig werden, will ich neu ordnen.

Bisherige Recherchen ergaben folgende Bücher-Ordnungssysteme:

Genre

Herkunft (des Autors)

Alphabet

Farbe des Buchrückens (das sogenannte Regenbogenregal, sehr ästhetisch, aber praktisch?)

Gibt es wohl jemanden, der Bücher chronologisch, also nach Erscheinungsjahr, sortiert? Kennt und nutzt ihr weitere Methoden?

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21 Gedanken zu “Ordnung ist das halbe Leben…

  1. Ein interessantes Thema, das du aufwirfst. 🙂 Seit meinem Umzug, womit die Tatsache verbunden ist, dass ich nun über mehr Platz verfüge, sortiere ich meine Bücher alphabetisch, unterteilt in Romane und Sachbücher. Vorher hatte ich kein wirkliches System und habe irgendwann einfach gar nicht mehr gefunden. Meine jetzige Sortierung gefällt mir richtig gut, man muss aber auch vorsorglich immer ein paar kleine Lücken lassen …
    Farblich sortiert sieht bestimmt super aus, ich bezweifel aber auch, dass das besonders praktisch ist.

    1. s.u. – Das Farbregal sah ich z.B. bei Mariki von Buecherwurmloch und sie meint, es sei nicht unpraktisch. Hmm, aber ich bin skeptisch. Vielleicht muss man das einfach ausprobieren. Ist dann aber schon arg durcheinander gewürfelt, inhaltlich, fürchte ich 🙂

      1. Ich bin da auch eher skeptisch, da ich mir vorstellen könnte, dass man irgendwann nichts mehr findet. Bei einer geringen Büchermenge geht das ja noch, aber ab einer gewissen Bücheranzahl würde ich wohl irgendwann verzweifeln. Nett sieht es aber sicherlich aus. 🙂
        Mein Lieblingsbuchladen sortiert übrigens nach Herkunftsregionen (Skandinavien, Deutschland etc.), das finde ich auch spannend und wäre wohl die einzige andere Form der Sortierung, die für mich in Frage käme.

      2. Ja, die Sortierung nach Herkunft habe ich auch mal in einem Bücherladen gesehen und nutze sie ja bei mir auch in Ansätzen, das klappt ganz gut. Letztlich haben wir uns auf dem Blog ja auch für eine solche Kategorisierung entschieden. Mal was anderes 🙂

    1. Hmm, spricht ja bei euch beiden eindeutig für die alphabetische Anordnung. Markiert ihr die Buchstaben anhand von Buchstützen oder Zettelchen oder ist das nicht nötig? Dann käme ich mir vielleicht auch zu sehr wie in einer Bibliothek vor 🙂
      Und dann wird alles was Belletristik ist, rigoros alphabetisch eingeordnet, egal ob Goethe oder Nick Cave ;)?

      1. ich gebe zu, dass ich aus Platzgründen, ohnehin mehrere Regale habe. Und daher auch mehrere alphabetische Ordnungen, soviel zu der Trennung von Goethe und Nick Cave 😉

      2. ich lasse zwischen den einzelnen Buchstaben immer eine Lücke, um später eben noch Bücher einlegen zu können, das reicht mir dann als Trennung zwischen den Buchstaben. Goethe und Nick Cave stehen bei mir logischerweise nicht nebeneinander, aber ja, sie befinden sich im selben Regal. 😉

  2. Ja, das ist ein Dauerbrennerthema. Eine Weile habe ich es chronologisch – nach Erscheinungsjahr – probiert, das gefiel mir aber irgendwann gar nicht mehr, da dann die Bücher eines einzelnen Autors z. T. ganz weit auseinander standen und ich nichts mehr gefunden habe.
    Ich bin also wieder zur alphabetischen Ordnung zurückgekehrt. Mit kleinen Ausnahmen: Bücher speziell zum Nationalsozialismus oder Bücher zur Literaturgeschichte sind z. B. eine eigene Gruppe.
    Und der Tipp von Mara ist gaaanz wichtig: Bei der alphabetischen Sortierung reichlich Platz lassen.
    Ein bisschen liebäugele ich zur Zeit mit dem Prinzip, Bücher in der Reihenfolge einzuordnen, in der ich sie gelesen habe. Aber das endet dann vielleicht in der totalen Unübersichtlichkeit?

    1. Auch eine interessante Idee, in der Reihenfolge zu ordnen, wie man gelesen hat… Dann braucht man aber glaub ich ein echt gutes Gedächtnis 🙂 Eine eigene Lesechronologie, die dann entsteht. Das wird nur im Rückblick auf die bereits angesammelten Werke schwierig (bei mir zumindest).
      Danke auch für dein Feedback bzgl. chronologischer Ordnung… meine Lieblingsordnung wird das glaub ich nicht 😉

      1. Ein biographisches Ordnungssystem – darüber habe ich neulich auch mal nachgedacht. Aber nur kurz, weil ich dann mehr suchen müsste. Ich komme gut klar mit meiner Unterteilung in verschiedene Sachgebiete und Gattungen, innerhalb der ich dann alphabetisch oder chronologisch (z. B. Kunst, Politik, Geschichte, Philosophie) ordne. Liebe Grüße
        Petra

  3. Ich muss sagen, ich habe kein Ordnungssystem. Bevor ich umgezogen bin, hatte ich alles alphabetisch geordnet, weil ich das schlicht am einfachsten fand, um schnell im Regal das zu finden, was man sucht. Und nach dem Umzug wollte ich schnell meine Regale einräumen, .. da habe ich dann auf gar nichts mehr geachtet. Meine Regale sind mittlerweile auch leider schon voll und es liegen irgendwo in der Wohnung Stapel rum, die nicht mehr ins Regal gepasst haben . ich muss da dringend aufstocken. (;

    1. Naja, solange du alles findest, was du suchst … Aber mich würde das glaub ich ziemlich stören mit der Zeit. Bin da aber auch schrecklich, was Ordnung angeht 🙂 Letztlich braucht man natürlich Zeit, um sich mal hinzusetzen und Bücher zu sortieren, wahrscheinlich ein Luxusproblem.

  4. Ich habe nur eine grobe Ordnung so wie du, Laura, getrennt sind die Kunstbücher von den anderen Büchern. Ich bin vor 4 Jahren in die Wohnung eingezogen und will seither eine Ordnung schaffen. Das ist jetzt aber gefährlich, denn inzwischen kenne ich mich in meinem Chaos aus und finde die Bücher auch an Stellen, wo sie sonst keiner vermuten würde.
    Liebe Grüße und einen schönen Freitag wünscht Susanne

  5. Ich habe schon seit mehreren Jahren keine Regale mehr, aber sobald meine winzige Bibliothek endlich wieder ein ordentliches Zuhause bekommt, würde ich sie wohl im Sachbuchbereich nach Themen sortieren (Reise, Kunst, Literaturwissenschaft, Wörterbücher etc.), innerhalb der Belletristik nach dem Herkunftsland des Autors und dann wiederum alphabetisch. Außerdem bekämen die Romane zum Nationalsozialismus und zum Holocaust ein eigenes Fach.

    1. Oh, ich weiß nicht, ob ich das könnte: so ganz ohne Regale… Ich habe glücklicherweise ein großes Zimmer, in dem fast nur Regale stehen (4,5Billys und zwei große Expedit) – ich nenne es auch meine Bibliothek 🙂 Aber wenn man viel pendelt und unterwegs ist, geht das nicht immer.

      1. Nee, ohne Regale leben geht wirklich nicht. Das ist auch der (Haupt-)Grund dafür, dass ich mich schon seit Jahren nicht richtig zu Hause fühle. Meine Bücher schlummern zum Großteil in Kisten im Keller meiner Eltern, was daran liegt, dass ich in den letzten Jahren häufig umgezogen bin, auch im Ausland. Und das, was mir am meisten fehlt, ist nicht das Bett, nicht die jahrelang gepflegte und gehegte Zimmerpflanze, nicht der Lesesessel – sondern meine Bibliothek. Erst wenn ich sie irgendwann wieder aufgebaut habe, wird sich ein Gefühl von Zuhause einstellen. Ich freue mich schon sehr auf diesen Augenblick.

  6. Bei mir herrscht auf den ersten Blick kreatives Chaos – es ist bunt. Wenn es bewusste Ordnungssysteme gibt, dann für jede Regal-Ebene extra – die Reclam-Ausgaben stehen beieinander, die Taschenbücher, die alten geerbten Bücher meiner Oma, Lyrik nach Autoren, Reiseführer, die noch zu lesenden Bücher, die Hardcover-Ausgaben, die Kinderbücher und Märchenbücher und die wissenschaftlichen Bücher stehen geordnet nach Germanistik, Philosophie, Geschichte, Soziologie und Politik im Zimmer meines Liebsten. Ich weiß genau, wo welches Buch sich befindet … Ist mir Ordnung wichtig? Ja, schon, für mich macht das alles einen Sinn und ich achte sehr darauf, dass Buchrücken zueinanderpassen, auch in der Höhe 😉 Wer weiß, was die Bücher nachts so anstellen, wenn ich nicht dabei bin … Morgens sind alle immer brav im Regal angeordnet …

    Gute Nacht Bücher und Leser!

    1. Hihi, was für ein schöner Gedanke: Die Bücher erzählen sich nachts ihre Geschichten und weinen oder kichern zusammen 🙂 Und wenn dann morgens das Licht angeht und Katja hereinkommt – schwupps, stehen sie wieder in Reih und Glied.
      Dass du da einen so stark optischen Anspruch hast, finde ich interessant. Okay, die kleinen gelben Reclambücher stehen bei mir auch beieinander, aber ich achte eigentlich nur auf Buchhöhe oder -tiefe, wenn sie nicht ins Fach passen. Deshalb hab ich für meine großen Kunstbände auch extra die tiefen Expedits.

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