XII. Sonntag mit Proust

Doch die Liebe hat schon etwas Mysteriöses an sich, fuhr die Herzogin mit dem zarten Lächeln der liebenswürdigen Frau von Welt fort (…). Im übrigen weiß man doch nie, warum eine Person eine andere liebt. (…) Man weiß ja überhaupt nie etwas Gewisses, schloß sie mit einem skeptischen und müden Ausdruck im Gesicht. Es ist einfach eine Frage der Intelligenz, daß man die Wahl von Liebenden gar nicht erst diskutiert.

Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Teil 3.1: Die Welt der Guermantes, Dtsch. von Eva Rechel-Mertens, Frankfurt: Suhrkamp, 1982.

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