Klassiker der Weltliteratur: Zwischenbericht zu Dostojewskis „Idiot“

Ich habe mir für dieses Jahr, und wohl auch die kommenden Jahre, vorgenommen, die Klassiker der Weltliteratur zu lesen, zu denen ich bisher noch nicht gekommen bin oder keine richtige Muße hatte. Verglichen habe ich dazu mehrere Lektüre-Listen des Germanistik-Fachbereichs verschiedener deutscher Unis (unter anderem der Uni Jena) und stelle mir, gemeinsam auch mit Laura, eine noch-zu-lesen-Liste dieser Titel zusammen. Puh – werden jetzt einige denken … =)

Angefangen habe ich nun im Dezember mit Fjodor Michailowitsch Dostojewskis (*1821 Moskau -1881 Sankt Petersburg) „Idiot“.  Im Nachwort finden wir die wichtige Anmerkung, dass „Der Idiot“ „das zweite der fünf großen Roman-Epen [ist], die Dostojewski in der Zeit zwischen 1865 und 1880 geschaffen hat.(…)“

Von  941 Seiten bin ich bisher bis zu Seite 432 vorgedrungen. Eigentlich kann man diesen Roman, nein, dieses Epos, nicht einfach so nebenbei lesen. Noch dazu muss ich vorweg schicken, dass ich mich nicht durch besondere Kenntnis der russischen Literatur auszeichne. Das heißt, trotzt meiner Kenntnisse der europäischen geistes- und kulturgeschichtlichen Hintergründe und Strömungen, fehlt mir doch einiges an Wissen zur Entwicklung der russischen Literatur. Ich möchte nicht behaupten, dass man die inhaltliche Entwicklung nicht ohne diese Zusammenhänge verstehen könne, aber es erscheint mir doch wichtig, sich vor oder nach der Lektüre mit der Biographie Dostojewskis zu beschäftigen.

Daher habe ich mich entschlossen, einen Zwischenbericht zu geben, obwohl ich den Roman noch nicht zu Ende gelesen habe. Denn ich bin mir nicht sicher, wann ich die Lektüre beendet haben werde und wie intensiv ich mich noch mit Dostojewski beschäftigen kann und möchte.

Ich habe diesen Roman zu lesen begonnen, ohne vorher zu wissen, welche Geschichte mich genau erwartet. Das war auch gut, denn sonst hätte ich ihn vielleicht angesichts zahlreicher weiterer auf mich wartender Titel zunächst nicht zur Hand genommen. Das soll nicht heißen, dass ich euch abrate dieses Werk zu lesen oder den Inhalt abschreckend finde, aber im Vergleich zu unseren heutigen Lektüre-Gewohnheiten und Leseerwartungen, haben wir es einfach  bei einem Roman des 19. Jahrhunderts in solch einem Umfang mit einer völlig anderen Komposition, Struktur und Handlungsentwicklung zu tun.

Die Handlung beginnt und dreht sich um den an Epilepsie erkrankten jungen russischen Adligen Fürst Lew Nikolajewitsch Myschkin, der nach längerem Kur-Aufenthalt in der Schweiz von Warschau nach St. Petersburg kommt, und zahlreiche neue und alte Bekanntschaften macht. Das Figurenensemble ist recht groß, so dass ich sehr glücklich bin über das Personenverzeichnis im Anhang des Romans – da ich selbst des Russischen nicht mächtig bin, prägen sich diese Namen schwer ein und ich muss leider immer wieder schauen, um welche Familie es nun geht. Der Dreh- und Angelpunkt des Romans ist die russische adlige und bürgerliche Gesellschaft Mitte des 19. Jhds. und ich empfehle jedem, sich vor der Lektüre kurz mit dem historischen Hintergrund zu befassen. Ohne diesen würde man den Sprengstoff der Unterhaltungen und Soirées, die seitenlang vom Autor beschrieben werden, nicht verstehen und nachvollziehen können. Fürst Myschkin stolpert scheinbar von einem reichen Hause in das nächste, und macht nach und nach die Bekanntschaft der wichtigsten Familien in der St. Petersburger Gesellschaft. Er wird als eine Art naiver Tor und armer Ritter, ähnlich eines Don Quichotes beschrieben, ein im besten Sinne argloser, weil im moralischen Sinne „schöner“ und „reiner“ Mensch mit großer Herzensgüte und ideellem Gemüt. So wird er und sein Handeln von allen nur als „idiotisch“ beschrieben, was vielleicht mehr über die russische Gesellschaft aussagt, als über den tragisch-komischen Helden Myschkin. Doch seine Idiotie hat nicht nur etwas Geistiges oder Moralisches, sondern wird auch auf seine Krankheit Epilepsie zurückgeführt. Dazu muss man wissen, dass Dostojewski selbst Epileptiker war, und alle Äußerungen des Fürsten Myschkin unter diesem Aspekt betrachten, ohne aber zu behaupten, Myschkin wäre Dostojewski. Dennoch fragt man sich, vor allem an der Stelle des Buches, an der ich gerade bin, was der Autor mit dieser Gestalt bezwecken möchte. Laut Forschung muss man sich dazu vergegenwärtigen, in welcher Situation Dostojewski dieses Epos schrieb und es in Beziehung zu seinen anderen großen Figuren, wie den Raskolnikof, sehen. Auch wenn ich kein Anhänger der rein biographischen Deutung von Literatur bin, halte ich es gerade hier für wichtig diese Zusammenhänge zu kennen, um hinter der reinen Romanhandlung und der sich andeutenden Konflikte Dostojewskis Ideen und Anschauungen zu bemerken.

Dostoevskij_1863
Dostojewski 1863

Geschrieben wurde „Der Idiot“ nach seinem anderen großen Epos „Rodion Raskolnikoff“ und vor den „Dämonen“, nachdem der Autor aus seiner 10-Jährigen Sibirien-Gefangenschaft (in die er als 28-Jähriger geworfen wurde) langsam wieder in die Kultur zurückkehrte. Vor diesem Hintergrund und den schrecklichen Erfahrungen, die Dostojewski in Sibirien gemacht haben muss, stellt sich die Frage, welches Menschenbild er im Fürsten Myschkin verkörpern wollte, der fast zu schön, zu hellsichtig und zu klar ist, als dass man seine Gegenwart ertragen könnte. Wollte Dostojewski einen Menschen in die Welt setzen, der den neuen gesellschaftlichen Umwälzungen und Zuständen mit einem reinen Herzen und ohne Argwohn begegnet? Der mehr erkennt und mehr erleidet als der gewöhnliche Mensch, und aber gerade deshalb in der fehlerhaften Gesellschaft und Wirklichkeit nie bestehen kann, weil seine Handlungen nur als töricht empfunden werden? Dieses „mehr erkennen“ hat einen übersinnlichen Charakter, der eng mit den immer wiederkehrenden epileptischen Anfällen zusammenhängt, die von Dostojewski als ein besonderer Zustand und eine Art Geistesblitz zwischen Genie und Wahnsinn gedeutet werden, wie folgendes Zitat zeigt:

Er dachte unter anderem auch daran, daß in seinem früheren epileptischen Zustand kurz vor jedem Anfall (wenn der Anfall nicht gerade nachts im Schlaf kam) ganz plötzlich mitten in der Traurigkeit, der inneren Finsternis, des Bedrücktseins und der Qual, sein Gehirn sich für Augenblicke gleichsam blitzartig erhellte und alle seine Lebenskräfte sich mit einem Schlage krampfhaft anspannten. Die Empfindung des Lebens, des Bewußtseins verzehnfachte in diesen Augenblicken, die nur die Dauer eines Blitzes hatten. Der Verstand, das Herz waren plötzlich von ungewöhnlichem Licht erfüllt, alle Aufregung, alle Zweifel, alle Unruhe löste sich gleichsam in eine höhere Ruhe auf, in eine Ruhe voll klarer, harmonischer Freude und Hoffnung, voll Sinn und letzter Schöpfungsursache. Aber diese Momente, diese Lichtblitze waren erst nur eine Vorahnung jeder einen Sekunde, in der dann der Anfall eintrat (länger als eine Sekunde währte es nie). Diese Sekunde war allerdings unerträglich. Wenn er später in bereits gesundem Zustande über diese Sekunde nachdachte, mußte er sich sagen, daß doch all diese Lichterscheinungen und Augenblicke eines höheren Bewußstseins und einer höheren Empfindung seines Ich, und folglich auch eines „höheren Seins“, schließlich nichts anderes waren als Unterbrechung des normalen Zustandes, eben als seine Krankheit; war aber das der Fall, so konnte man es doch keineswegs als „höheres“ Sein , sonder im Gegenteil nur als niedrigstes betrachten. (…) Wenn er in jener Sekunde, das heißt, im allerletzten Augenblick des Bewußtseins, vor dem Anfall, sich manchmal noch klar und bewußt zu sagen vermochte: „Ja, für diesen Augenblick kann man das ganze Leben hingeben!“, so war dieser eine Augenblick wohl etwas Einzigartiges und auch das ganze Leben wert. Übrigens: für den dialektischen Teil seines Folgeschlusses konnte er nicht einstehen, der Stumpfsinn, die seelische Finsternis, die Idiotie standen ihm als Folgeerscheinungen dieser „höchsten Augenblicke“ klar vor Augen. (…)

„Der Idiot“ ist in jedem Fall eine genaue und intensive Lektüre wehrt. Wohl aber für Leser, die wenig Hintergrundwissen zum Roman des 19. Jhds. und wenig Leseerfahrung mit solchen Epen haben, ein wenig schwer zugänglich und wohl auch langatmig. Sowohl im Sprachstil als auch in der erzählerischen Struktur.  Denn er vermag nicht durch eine rasante Handlungsentwicklung zu fesseln, wie wir es im modernen Roman gewohnt sind. Er entfaltet nach und nach ein großes Figurenensemble und legt Wert auf lange Dialoge und Unterhaltungen, wie sie in den Soirées und Abendgesellschaften des 19. Jhds. üblich waren. Dadurch verlangt er konzentriertes und aufmerksames Lesen, damit man die Zusammenhänge versteht und die Brisanz der beschriebenen Anekdoten erfasst. Wirklich spannend finde ich vor allem die gesellschaftlichen Zustände und Konflikte, die sich langsam in der Mitte des Romans andeuten, denn Fürst Myschkin steht in einer Art Dreiecksbeziehung zwischen seinem robusten Gegenspieler Rogoshin und der unbeschreiblich schönen allseits begehrten jenseits aller Sitte und Moral lebenden Dame der Gesellschaft Nastassja Filippowna Baraschkoff, die wohl auch in der kommenden Handlungsentwicklung eine wichtige Rolle spielen wird, da sich der Fürst in sie verliebt, wohl aber weiß, was das bedeutet …

Da ich derzeit in der Mitte der Lektüre weile, vermag ich noch nichts zur Gesamthandlung sagen. Dies folgt im zweiten Teil meines Berichts über die Lektüre des „Idiot“. In jedem Fall freue ich mich über Kommentare und Anmerkungen von allen, die sich schon einmal mehr oder weniger intensiv mit Dostojewski, dem russischen Roman des 19. Jhds. oder sogar dem „Idiot“ beschäftigt haben. Offen bin ich auch für jegliche Tipps zur Sekundärlektüre oder Forschungsdiskussionen, wenn ich auch nicht weiß, ob und wann ich dazu kommen werde, mich intensiv damit auseinander zu setzen. In diesem Sinne – weiter mit der Lektüre …

Literatur:  Fjodor Michailowitsch Dostojewski „Der Idiot“ übertragen und Nachwort von E.K.Rashin, Piper Verlag München 1977. Zitat S. S. 347- 349

Bildquelle: „Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens. Bd. 5“ (1905), Abriß der Weltliteratur, Seite 87 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski.jpg

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17 Gedanken zu “Klassiker der Weltliteratur: Zwischenbericht zu Dostojewskis „Idiot“

  1. Herzlichen Dank für diesen spannenden Zwischenbericht, liebe Katja. Ich bewundere dich sehr dafür, dass du den Durchhaltewillen hast, dieses dicke und umfangreiche Buch zu lesen. Mir ist der „Idiot“ vor kurzem in einem Buch von Julya Rabinowich begegnet: in „Die Erdfresserin“ trägt die Protagonistin Diana es ständig mit sich herum und liest in jeder freien Minute darin. Ich muss zu meiner Schande gestehen, noch nichts von Dostojewski gelesen zu haben, überhaupt bin ich leider in der russischen Literatur noch gar nicht bewandert. Deine Eindrücke machen mir aber Lust darauf, etwas an diesem Zustand schnellstmöglichst zu ändern.

    1. Liebe Mara – es ist sicher keine Schande „noch“ nichts von Dostojewski gelesen zu haben. Wie lange währt ein Leben, wenn man alle großartigen Bücher lesen möchte … viel zu wenig Zeit bleibt uns dafür, könnte man meinen … Aber ich denke schon, dass es Autoren gibt, deren Werk man kennen sollte, weil sie die Literatur geprägt haben und vor allem nachfolgende Autoren und Künstler beeinflusst haben … Wie oft ist mir z. Bsp. bei den Autoren des Expressionismus und der Jahrhundertwende Dostojewski als der Vorbild- und Seelenautor begegnet (bei Kafka vor allem) und immer wieder dachte ich, ich möchte seine großen Epen lesen. Aber bisher kam es einfach nicht dazu … Aber es ist ja nie zu spät mit einer Lektüre und ich bin gespannt, was mir bei Dostojewski alles begegnet…

  2. Ich habe von Dostojewskij bisher leider nur „Schuld & Sühne“ und „Aufzeichnungen aus einem Kellerloch“ gelesen, dementsprechend kann ich dir beim Idioten leider nichts Hilfreiches sagen. Aber ich finde es bewundernswert, von wievielen Seiten du deine Lektüre beleuchtest, ich bin gespannt, wie dein Endfazit aussieht.

    1. ich bin auch gespannt, wie sich das Werk noch entwickelt und wie sich vor allem die Figur des Fürsten Myschkin verändert. Ich lese Dostojewski nicht nur, aber nehme mir jede Woche Zeit dafür. Zu viel parallel solte man allerdings bei so einem Epos nicht lesen, dann zerfasert die Handlung und das Gelesene fügt sich nicht mehr zusammen. Mal sehen, wann ich fertig werde – so ewig möchte ich nicht mehr brauchen =) Gute Nacht! (Ich verbiete mir fast, eure Empfehlungen zu lesen, dann schweife ich immer wieder von meinem Lesevorhaben ab – pfui über euch Rezensentinnen 😉 und Rezensenten)

  3. Na mit „Der Idiot“ hast du keinen deutlichen Anfang gemacht, weil dieses Buch ganz anders ist als die restlichen. Er ist nicht so, wie Du ihn noch kennen lernen solltest.
    Seine Bücher sind eher traurig und voller Elend, was ja auch sein leben war.
    Wenn Du mal sehen willst, welches Buch Du von ihm als nächstes lesen solltes, dann empfehle ich dir mein Blog, weil ich schon so um die Hälfte seiner Bücher gelesen habe. http://buchweltennotizen.wordpress.com/

    Sonst sehr gut geschrieben, nur wird das kaum einer lesen 😦

    Liebe Grüße
    Gregor

    1. Hallo Gregor, willkommen auf unserem kleinen Blog. Was meinst du mit „deutlich“? Sicherlich sollte man vielleicht chronologisch lesen und mit dem Epos anfangen, das er auch als erstes verfasst hat, um die Entwicklung mitzubekommen. Es ist auch nicht das erste überhaupt, was ich von Dostojewski lese – vor Jahren begegnete mir schon die Geschichte „Weiße Nächte“ und verzauberte mich. Wobei ein Autor ja nie nur eine Art zu schreiben hat und auch nicht nur von einem Werk aus gedeutet werden sollte oder sich zeigt. Persönlichkeiten sind ja vielschichtig und Autoren entwickeln sich, das ist mir bewusst. Dass der Ton seiner Bücher traurig ist, verwundert nicht angesichts seiner Erlebnisse, aber das schreckt mich nicht ab. Es interessiert mich, ihn zu ergründen und herauszufinden, welche Art von Trauer dahintersteckt.
      Dass meinen Dostojewski-Artikel so manchen abschrecken oder langweilen wird, ihn zu lesen, ist mir bewusst. Unser Blog hat ja nicht den Anspruch alle Leser da draußen zu erreichen – da müssten wir schon über ganz andere Bücher schreiben und Online-Marketing betreiben. Der Wert eines Artikels bemisst sich ja nicht an seinen Lesern … Doch das ist ein anderes Thema … Jeder Blog hat seine Handschrift und seine Themen, ist gezeichnet durch die Menschen dahinter, die sich in ihm zeigen und auch nur das zeigen, was sie zeigen wollen. Es ist eine spannende Reise und wir freuen uns über jeden, der sich hierher verirrt. Ich werde bei Gelegenheit mal bei dir stöbern – vorerst danke für die Tipps und gute Nacht.

      1. Hmm, ich denke das hat nichts mit Chronologie zu tun.
        Die Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe, haben sich wenig unterschieden. Und Ausnahme ist „Der Idiot“ auf jeden Fall. Die Menschen in seinen Büchern sind bettelarm und nah dem Tode. Für mich hat sich Dostojewski nicht entwickelt, ich lese immer wieder „das gleiche“ oberflächlich gesehen. Er war schon ein Genie als er angefangen hat zu schreiben, mehr Genie kann man auch nicht sein. 🙂
        Die Bücher haben wenig gemeinsam, auch wenn manchmal sogar von der gleichen Person gesprochen wird, jedes Buch hat ein anderes Thema, nur dass das alles sich in eher niederen gesellschaftlichen Schicht abwickelte.
        Mich hat dieses Buch verzaubert, es ist auch mein erstes.
        http://buchweltennotizen.wordpress.com/2012/08/24/erzahlungen/
        Dort stehen verschiedene Erzählungen, die man auch so bei anderen Werken findet.
        Welche Art von Trauer? Die tiefste, die nur möglich ist. Ich bin ja schon abgehärtet, aber für die tiefe Trauer ist „Der Idiot“ die falsche Lektüre. Er wird nur verspottet. Am Ende hat man etwas Trauer aber nicht sowie z.B. bei „Dämonen“ oder „Schuld und Sühne“. Naja bei „Dämonen“ wird viel denunziert 🙂

        Langweilig, abschrecken? Willkommen im Club 🙂
        Ich schreibe darüber, damit ich lese, nicht damit andere es sich angucken können.
        Auch wenn sie online sind, wieso sollten die anderen nicht auch was davon haben.
        Und über Bücher reden tut man eh selten.

        Liebe Grüße und danke dass ich willkommen bin.
        Meine Texte können eher abschrecken.
        Du kannst auch sehr gerne Kommentar da lassen, darüber freue ich mich am meisten.

        Gregor

  4. Vielen Dank für den Bericht, auch bei mir steht der „Idiot“ noch an, und auch ich habe keine Ahnung von russischer Literatur. Ich werfe deswegen mal die Frage in die Runde, ob vielleicht jemand ein Werk zur Einführung kennt, nach dessen Lektüre man sich zumindest einigermaßen orientieren kann. Für solch einen Tipp wäre ich sehr dankbar!
    Und Dir, liebe Katja, wünsche ich weiterhin viel Durchhaltevermögen und auch Spaß mit der Lektüre!

    1. Orientieren? Dämonen ist ziemlich einführend 😉
      Weil dort viele Aspekte der Psyche behandelt werden und man auch genug zu lesen bekommt und sich schon etwas auskennt. Aber ein Buch für Dostojewski, es gibt eher Pdfs im Internet die dann viel von dem Ganzen erzählen.

      1. Oh, ich meinte eher zur russischen Literatur allgemein 🙂 Aber danke für den Hinweis, dann werde ich mit den Dämonen beginnen, wenn ich mich in diese Richtung begebe…

    2. Das ist blöd 🙂
      Wenn Du Dostojewski anfangen willst zu lesen, dann würde ich „Der Spieler“ empfehlen. Sehr amüsant und leicht für den Anfang.
      Sonst würde ich eher sagen, dass bestimmt Bücher gibt, die russische Literatur behandeln, nur was soll das bringen?
      Du kennst dann viele Schriftsteller und ihre Werke, ich glaube aber nicht, dass es dann einführend 🙂 ist, weil man doch nicht weiß wie es damals war. Ich würde dann eher über russische Geschichte lesen, was doch mehr bringen würde, ich mein für das Verständnis damaliger Zeiten. Weil oft wird von russischen Legenden und Mythen gesprochen und das ist nur ein kleiner Teil, was in so einem Buch drin steckt.
      Viel Freude auf dem Wege zur russischen Gesichte 🙂

      Aber wenn man Internet hat und was im Buch steht, wovon man so gar keine Ahnung hat, dann kann man das auch so herausfinden ohne wieder andere Bücher lesen zu müssen.

  5. Liebe Katja,

    auch ich habe schon einiges von Dostojewski gelesen und wurde bisher nie enttäuscht! Es stimmt, das er sich vorwiegend mit nicht allzu leichten Themen beschäftigt. Ich möchte dich daher auf ein Buch von ihm aufmerksam machen, dass relativ unbekannt ist: „Das gut Stephantschikowo und seine Bewohner“. Hier kann es dir durchaus passieren, dass auch mal lachen oder schmunzeln musst, denn hier ist D. ein satirisches Stück aus der russischen Provinz gelungen.

    Liebe Grüße

    1. Guten Abend! Ah schön, danke für den Tipp. Das werde ich mir ansehen. Ich mag Satire und schmunzel gern. Bin sehr gespannt – Ist das auch ein größeres Werk oder kann man das auch mal so zwischendurch lesen?

  6. Ich glaube ich hab die passende Erzählung für deine Erfahrung mit der Trauer gefunden. „Njetotschka Newswanowa“, es ist wirklich furchtbar zum Sterben traurig.

    1. „Erfahrung mit Trauer“? Da verstehe ich nicht ganz, was du meinst. Das hast du wohl falsch verstanden. Es ist nicht so, dass ich in Büchern nach tiefer Trauer suche, das irgendwie auf mich bezogen ist und ich nur traurige, schwere Literatur lesen möchte. Ich meinte nur, dass es ja verschiedene Formen von Traurigkeit in der Literatur gibt und verschiedene Themen, die Trauer hervorrufen können. Aber danke für den Literaturtipp =)

      1. Na ich meinte bei Dostojewski 🙂
        Na so hab ich das nicht gemeint, ich hab es nur etwas abgekürzt, wollte nicht wieder lange Sätze schreiben nur um dann am Ende endlich erfährst worüber ich eigentlich schreibe 🙂
        Keine Sorge, ich würde so etwas nie in Erwägung ziehen.
        Solche Trauer wohnt in keinem von Uns, wir sind ja aus dem Zeitalter raus 🙂

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