Das Buch als Ware: Wo und wie kauft ihr eure Bücher?

Ich lebe seit 2 Jahren in einer großen pulsierenden kulturellen Stadt, die sich vor allem durch ein vielseitiges Kulturleben auszeichnet. Man könnte meinen, es gäbe in Berlin zahlreiche tolle kleine und größere Buchläden. Mir ist aber aufgefallen, dass es im Vergleich zu den eher provinziellen kleineren Städten, in denen ich bisher lebte, gar nicht so viel mehr Buchhandlungen sind, sondern eher die großen Ketten dominieren. Ich kaufe nicht gern in einer Kette meine Bücher, weil ich dort leider nur die immer gleichen Titel vorrätig finde – dann kann ich auch online kaufen. Oh – jetzt habe ich es gesagt. Obwohl ich kleine intime und gut geführte Buchhandlungen liebe, kaufe ich ab und an Bücher auch mal online – am ehesten bei Booklooker oder dem großen bösen Amazon. Zumal ich mich auch für Bücher interessiere, die keine Neuerscheinungen sind und nicht zum Massengeschmack zählen – solche Titel findet man selten und nur in guten Buchhandlungen. Ein Buch kaufen ist auch irgendwie ein seltsamer Vorgang, denn er zeigt, dass das Buch eine Ware ist, mit der man Geschäfte macht und handelt. Schon der Ausdruck „Buchhandel“ hat etwas sehr Wirtschaftliches, dabei sehe ich als Leserin das Buch nicht als Ware. Ich konsumiere keine Bücher, ich erlebe Literatur und suche nach ganz bestimmten Autoren und Titeln, dabei geht vor allem um den Inhalt, das geschriebene Wort. Noch nie habe ich ein Buch wegen des Covers haben wollen. Ich denke, ich bin kein optimaler Buchhandelskunde, da ich immer schon, bevor ich eine Buchhandlung betrete, genau weiß, wonach ich suche – das macht eine Beratung durch einen Verkäufer überflüssig. Weiterhin fühle ich mich in manchen Buchhandlungen einfach nicht wohl, und dann mag ich dort auch nicht „einkaufen“. Eine Beratung empfinde ich dann eher als störend bei meinem entspannten Buchstöbern.

Hingegen liebe ich Flohmärkte und Antiquariate – ich erstehe sehr gern gebrauchte Bücher, neben dem auch günstigen finanziellen Aspekt, stört es mich in keinster Weise gelesene Bücher zu besitzen. Daher wäre es schön, wenn sich der Frühling ganz schnell blicken lassen könnte, damit die Stöber- und Flohmarkt-Saison beginnen kann. Bis dahin habe ich aber noch genügend Lektüre daheim und muss nicht „kulturell shoppen gehen“.

Angesichts der aktuellen und schön länger andauernden Diskussion bezüglich der digitalen Veränderungen der Buchbranche, neuen Herausforderungen und der Monopolisierung durch die Großen wie Amazon & Co möchte ich euch gern einmal fragen, wo und wie ihr eure Bücher kauft. Einige Blogger sind ja selbst in der Buchbranche tätig und haben Buchhandelserfahrungen – wie nehmt ihr das war und wie geht ihr selbst beim Buchkauf vor? Wird erst vor Ort im Buch geblättert und dann online gekauft? Kauft ihr oft auch Bücher, weil der Handel euch dazu mit seinen Marketing-Tricks (unbewusst) verführt?

Aktuelle Branchenzahlen sagen ja leider, dass Umsatz immer weniger im stationären Buchhandel sondern im Online-Handel generiert wird. Was sind das für Leser und Kunden, die kleine Buchhandlungen schätzen? Lasst ihr euch vom Buchhändler gern beraten? Ich selbst habe noch nie ein intensives Gespräch mit einem Buchverkäufer geführt, da ich bisher meist immer vorher wusste, was ich suche oder leider keine guten Erfahrungen mit Buchverkäufern gemacht habe, die so in den einschlägigen Ketten arbeiten … Leider hat dabei so Mancher das Interesse für die seine „Ware“ vermissen lassen … Dieser subjektive Eindruck hat natürlich auch dazu geführt, Ketten eher zu meiden und Buchläden gegenüber skeptisch zu sein.

Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion über das Buch als Ware und eure Gedanken zu den aktuellen Entwicklungen und eure ganz persönlichen Buchkauf-Erfahrungen … Für Tipps schöner Buchhandlungen im Raum Berlin bin ich übrigens immer offen.

>> Mein Tipp: Ich gehe gern ins Kulturkaufhaus Dussmann, weil es dort eine riesige Auswahl an verschiedenster Fachliteratur und Belletristik gibt, eine wunderbare Papeterie beherbergt und die Öffnungszeiten unschlagbar sind (freitags bis 24 Uhr =)

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21 Gedanken zu “Das Buch als Ware: Wo und wie kauft ihr eure Bücher?

  1. Ich arbeite ja nun im Buchhandel und kaufe die Sachen oft bei uns im Laden, bzw. bestelle sie über’s Barsortiment. Das ist für mich in finanzieller Hinsicht einfach auch günstiger – Mitarbeiterrabatt sei Dank. Oft kaufe ich aber auch noch in der kleinen Buchhandlung, in der ich mal Praktikum gemacht habe. Sehr regelmäßig sogar, da ich gut mit der Chefin befreundet bin. Ich kaufe auch sehr gern auf dem Flohmarkt, ich bin auch nicht besonders penibel, was das Aussehen meiner Bücher betrifft. Ich will den Inhalt, nicht notwendigerweise den Umschlag/das Cover. Auch wenn ich sagen muss, dass es gelogen wäre, wenn ich sagte, es ginge mir NIE um die Gestaltung. Schön gestaltete Bücher können mich schon begeistern und manche regen mich auch erst aufgrund ihrer Cover dazu an, näher hinzuschauen.
    Ich kaufe Bücher selten im Internet. Wenn, dann greife ich auf das ZVAB zurück (also, wenn es Sachen sind, die nicht mehr lieferbar und im Sortimentsbuchhandel nicht mehr zu bestellen sind) Ich kaufe ungern bei Ketten, einfach, weil ich’s dort sehr unpersönlich finde. Und weil die Verkäufer oft eben nur Verkäufer sind und nicht mehr Menschen, die sich für Literatur begeistern und mit Literatur auskennen.

    Hachja, auf die Flohmarktsaison freue ich mich auch schon. (:

    1. Liebe Sophie – ja, ich stimme dir zu, ein Cover verleitet schon mal näher hinzuschauen, sicherlich unterstützt es das Kaufen, wenn es mir gefällt oder mich irgendwie anspricht, das stimmt … doch ich verstehe nicht den Wert, den man teilweise einem Cover zuspricht, leider ist das eben aus optischen Gründen beim Onlinekauf besonders wichtig, um den Kunden aufmerksam zu machen. Hier ist auch ein Umdenken auf Kundenseite gefordert – das Buch muss vom Inhalt her nicht schlecht sein, nur weil es ein sehr einfach gehaltenes Cover hat, das womöglich langweilig und wenig originell ist. Ich höre ja auch Musik nicht in erster Linie, weil das CD-Cover so geil ist oder der Interpret so heiß aussieht – man sollte sich vom Optischen nicht zu sehr blenden lassen, sondern mehrmals hinschauen und den Dingen eine zweite Chance geben, oder?

  2. Hallo Katja,
    Bücherkauf ist immer so eine Sache… und es stimmt leider – gerade hier in München -, dass kleine Buchläden kaum noch zu finden sind. Hier habe ich vor allem eine Kette, die nun zu allem Überfluss angeblich Pleite gehen soll. Wäre dem so, wäre ich gezwungen, mein Bücherkaufverhalten gen Internet zu ändern.
    An sich kaufe ich Bücher, weil sie auf meiner Agenda stehen oder ich eben ein ganz bestimmtes Buch, das meist einer Stimmung entsprechen muss, suche. Spontankäufe gibt’s natürlich auch… Stöbern in Antiquariaten gefällt mir sehr, nur auch das ist hier schwieriger. Wenn ich in der Heimat bin, dann ja, in jedem Fall!
    Mir ist aber auch wichtig den Aspekt von Lesekreisen, in welchen Bücher getauscht werden, einzubringen. Das finde ich persönlich eine sehr schöne Art und Weise, viele Bücher kennenzulernen!

    1. Hallo Allics, in München ist mir auch aufgefallen, dass es wenig gute Buchläden gab, sehr schade. Bücher zu tauschen, klingt interessant, ich leihe meist von Freunden Bücher und diese mir, allerdings habe ich noch nie ein Buch direkt getauscht, was der andere behalten hat, ich würde es dann gleich schenken ohne Gegenleistung, aber ein Buchtausch ist eigentlich eine sehr gute Sache. Ja, das sollte man ausbauen …

  3. Die für mich ideale Buchhandlung: ein erreichbarer Ort, an dem durch kleine, urige, aber überschaubare Räume und Sortierungen persönliche Atmosphäre geschaffen wird, an dem es belesene Menschen gibt, die nicht weglaufen, wenn ich sie etwas fragen möchte, an dem ich mich aufgehoben fühle und auch mal zum Schmökern im Sessel verweilen will. Dort sollte es sowohl ein breites Repertoire an neuen Büchern, als auch alte, gebrauchte Bücher geben, vielleicht sogar eine Tauschecke, in der man Bücher, von denen man sich trennen will, hinterlassen kann, um im Gegenzuge ein anderes frei mitzunehmen und / oder eine Leihmöglichkeit. Alles in einem.

    Ich bin gerne bereit, Geld für Bücher auszugeben und tue dies auch nicht selten. Insofern handelt es sich schon um eine gegenständliche Ware, von der letztlich ja auch ein Verlag und ein Autor leben wollen. Auch wenn ich oft dazu neige, Büchern eine Seele zuzusprechen und sie als meine Begleiter und Freunde zu bezeichnen – am Ende ist es eine käuflich erwerbliche Ware und sollte dies auch bleiben.
    Mein Problem mit kleinen Buchläden: Sie haben selten das da, was ich gerade haben will, haben muss. Wenn mir angeboten wird, das Buch doch bis morgen für mich bestellen zu können, antworte ich in der Regel; dann könne ich es auch im Internet bestellen und mir direkt nach Hause schicken lassen. Deshalb mag ich Dussmann, weil ich da noch nie ein Buch gesucht habe (außer kunstwissenschaftl. Speziallektüre :)). Aber auch Dussmann ist ein überfüllter Konsumtempel – wenn auch das Konsumprodukt dort kulturelle Medien sind.

    Insofern nutze ich sowohl die kleine Buchhandlung und Flohmärkte zum Stöbern, als auch das Internet und die Bücherei. Wünschen würde ich mir natürlich einen wie oben beschriebenen Ort. Kennt jemand so etwas?

    1. Ja, Dussmann ist immer sehr voll, aber das ist auch gut für die Verlage und den Handel, es ist ein tolles Zeichen in einer touristischen Ecke wie der Friedrichstr. zu zeigen, dass nicht nur Mode und Essen interessant ist, sondern auch Literatur dazugehört, mitten ins Leben … Was wären die Städte ohne stilvolle Buchläden?
      Ich lasse mir eigentlich in einem Buchladen nie was bestellen, eigentlich wäre es am besten, immer direkt beim Verlag zu bestellen, dann fallen die Zwischenhändlerrabatte weg und der Verlag erhält am meisten vom Buch… Natürlich wäre das wiederum für den Buchhandel schlecht … Daher ist mein liebster Buchstöber-Ort immer noch der Flohmarkt und Buchstände, wie es sie oft auch in Unis gibt…

  4. Ein schöner Anstoss zur Diskussion.
    Ich habe – bis vor kurzem, jetzt ist das Konto gelöscht – einige Bücher über Amazon bezogen, obwohl ich das Unternehmen auch vorher schon kritisch sah, aber ich lese ausgesprochen viele englischsprachige Romane im Original – und die kriege ich meistens nicht mal in der Fremdsprachen-Abteilung der Buchhandlungskette in meiner Nähe. Gut, das ist jetzt vorbei, jetzt muss ich mal sehen, wie ich das in Zukunft mit den englischen Romanen handhaben werde.
    Deutschsprachige Bücher kaufe ich entweder in der netten kleinen Buchhandlung „um die Ecke“ – wobei das hier trotz Großstadt nicht gerade nah ist – oder – wenn ich sie rasch haben möchte – im Buchsupermarkt. Oft ärgere ich mich da aber über den mangelnden Service. Ich habe auch schon Bücher von kleinen Verlagen direkt von diesen bestellt. Das ging erstaunlich schnell.
    Gebrauchte Bücher mag ich eher nicht so. Ich bin beim Leser sehr haptisch. Das Anfassen ist wichtig, auch wie sie riechen. Außerdem liebe ich Cover. Manche Cover sind richtige Kunstwerke, da lasse ich mich verführen. Da ist das Buch aber weniger Ware als vielmehr Sammelobjekt für mich…
    Herzliche Grüße von Mila

  5. Eine interessante Diskussion. 🙂 Ich kaufe gerne meine Bücher in einer relativ kleinen Buchhandlung in dem Stadtteil, in dem ich lebe. Das sind zehn Minuten Fußweg, die Verkäuferin sind unheimlich freundlich, drängen sich beratungstechnisch aber auch nicht auf, denn da geht es mir ähnlich wie dir Katja – ich gehe nicht in einen Buchladen, um beraten zu werden. Die Auswahl ist aber nicht sonderlich groß, so dass ich häufig dort hingehe, wenn ich einen konkreten Bestellwunsch habe. Wenn ich gerne stöbern gehen möchte, verschlägt es mich häufig in die Innenstadt, wo es eine größere Buchhandlung gibt, die zum Glück aber keine Kette ist und auch keine Non-Books-Artikel im Angebot hat. Es ist dieselbe Buchhandlung, in der auch Vea Kaiser gelesen hat, die Storm Buchhandlung und dort kann ich häufig auch ein paar Stunden vor mich hinstöbern. Der Buchladen hat eine zusätzliche Empore, wo Bücher von „zweitausendeins“ verkauft werden, dort gibt es immer ein interessantes und vielfältiges Angebot.
    Im Internet bestelle ich nicht, dass habe ich aber auch schon vor der Amazon-Debatte nicht getan. 🙂

    Übrigens bin ich auch keine Coverkäuferin, aber ich würde nicht sagen, dass ich noch nie ein Buch aufgrund des Covers gekauft habe. Interessante Cover ziehen mich manchmal zu Büchern hin, auf die ich ansonsten vielleicht nicht aufmerksam geworden wäre.

    1. Was ist eigentlich so schlimm daran, online Bücher zu bestellen? Ich finde es ganz einfach praktisch und ich kaufe gern gebrauchte Bücher, weil ich ja auch viele ältere Bücher und weniger reinweg Neuerscheinungen lese … Gibt es da für dich, Mara, eigentlich einen persönlichen Grund nicht online zu kaufen?

      1. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es schlimm ist im Internet zu bestellen, oder? 🙂 Jeder, wie er mag. Ich möchte gerne die Läden hier vor Ort unterstützen. Der Buchladen, in den ich zum Beispiel immer gerne gehe ist auch Teil der „Buy local“-Kampagne, die ich als unterstützenswert empfinde: http://www.buylocal.de
        Ich glaube, dass Unternehmen wie Amazon dem Buchhändler vor Ort schaden und das finde ich schade, denn ich gehe lieber hier durch die Straßen und kaufe etwas ein oder spreche mit Menschen, als anonym im Internet zu bestellen. Vor allem auch angesichts der Methoden von Amazon.

      2. Nein, das sollte nicht so klingen, als wenn ich dir das unterstelle … Ich habe nur anhand der Amazon-Diskussion verschiedentlich mitbekommen, dass viele nun sagen, jetzt kauf ich nicht mehr dort, oder online kaufen ist schlecht … Das hatte grad gepasst, wo du es erwähnst hast … In deinem Blog wird schon ersichtlich, dass du Buchhändler unterstützen möchtest, und dir das wichtig ist.
        Eben – jeder, wie er mag. Auch Online-Shops bestehen durch die Arbeit zahlreicher Menschen hinter den Kulissen, die es ermöglichen, dass der Shop funktioniert, und auch das kann man unterstützen.
        Ja, ich versteh deinen Beweggrund den Händler vor Ort und das direkte persönliche Gespräch zu unterstützen. Ich schätze ein „echtes“ Gespräch und Kennenlernen auch noch mehr als reine digitale Kommunikation, wo so vieles verloren geht.
        Selbst in einer großen Stadt wie Berlin mit viel Kaufkraft, schließen kleine Läden leider. Erst entdeckt man sie und nach einer Weile sind sie weg. Und dennoch gibt es mutige kreative Menschen, die immer wieder viel Leidenschaft in tolle Läden stecken …
        Allerdings muss ich sagen, dass man nicht nur den Buchhandel sondern wenn, dann auch die Autoren unterstützen sollte und die Verlage – da ist das Beste, direkt online beim Verlag zu bestellen und dann gehen keine Prozente des Buchhandelsrabatt verloren an Zwischensortimente, sondern der Verlag bekommt die Unterstützung, der Autor leider nur seine üblichen 4 % … Vielleicht ändert sich auch daran irgendwann mal was ….

    2. Du Schatz, Du! Durch Deinen buylocal-link habe ich ne tolle Buchhandlung in Wiesbaden entdeckt und sogar herausgefunden, dass sie dort eine Lesung von einem Buch haben werde, dass auf meinr Wunschliste steht! *freu*

  6. Da melde ich mich auch wieder zu Wort und muß gestehen, daß ich seit einigen Jahren Bücher nur mehr aus Abverkaufskisten kaufe oder gleich aus den offenen Bücherschränken nehme, von denen es in Wien zum Glück einige gibt, an denen ich auch oft vorbei komme. Da kaufe ich dann in den kleineren Buchhandlungen, wenn sie abverkaufen, aber auch bei Thalia, da gibt es oft was um 3.99 und da findet man wahre Schätze.
    Bei Amazon habe ich nur einmal was bestellt, als ich einen Gutschein dafür hatte, nehme vor Weihnachten aber regelmäßig die Päckchen meiner Nachbarn entgegen, wenn die wahrscheinlich ebenso ausgebeuteten Zusteller, an meiner Praxistür läuten.
    Ich denke, daß das Problem, wieder die berühmte Quadratur des Kreises ist, wo wirr wir uns an der Nase nehmen könnten und es dann aus den verschiedensten Gründen wahrscheinlich doch nicht tun.
    Mir sind Bücher um fünfundzwanzig Euro schlicht und einfach zu teuer, bei Amazon bestelle ich nicht, weil ich etwas altmodisch bin und auch meine Bankgeschäfte so lange ich das kann, nicht online machen werde, aber wenn ich am Abend in die Alte Schmiede gehe und dabei am Morawa, das ist eine große österreichische Kette und Auslieferer, bei dem man alles bekommt, vorübergehe, sehe ich die große Werbung, daß man dort online rund um die Uhr einkaufen kann und das betrifft glaube ich, alle Buchhandlungen, wenn ich um sechs noch in meiner Arbeit bin und daher nicht zu „Anna Jeller“ eine der in Wien gepriesenen Qualitätsbuchhandlungen gehen kann, bestellen kann ich online bei ihr und auch woanders und die guten Buchhandlungen sollten mir jedes Buch bestellen, weil mir die Buchbindungsbücher aber zu teuer sind, tue ich das nicht und die anderen werden andere Gründe haben.
    Ich denke nach wie vor, das Lesen ist das Wichtigste und Büchereien hat es immer gegeben und für mich steht auch noch das Schreiben an erster Stelle.

  7. Ich kaufe überall, auch im Internet und ich finde das auch gut so.
    Ich lebe in der Provinz, wo ich zu Fuß sogar zwei Buchhandlungen erreichen kann. Jetzt habe ich Zeit und bestelle meist telefonisch dort, um das Buch am nächsten Tag abzuholen. Aber ohne Zeit oder unter widrigen Umständen ist es sehr schön, den bequemen Weg wählen zu können. Aber, wenn ich krank bin, oder irgendwann zu alt, oder es zehn Tage hintereinander zu nass und zu kalt sein sollte, bringt mir dann die Buchhandlung ums Eck die Bücher vorbei?
    Die Auswahl ist hier lagebedingt für mich eher mau. Kompetenz auch nicht immer vorhanden. Dies liefert aber immerhin Anekdoten. So hörte ich vor einigen Jahren als ich mich nach dem neuen Roman von Genazino erkundigte die Gegenfrage „Der italienische Heilige?“.
    Aber, nun ja, dummes Zeug produziert jeder Mal. Darum kaufe ich jetzt lokal, wenn ich Lust darauf habe, und bestelle im Internet, wenn nicht.

    1. Hallo atalante, ich sehe das wie du – Buchhandlungen zu unterstützen ist wirklich gut, und wenn man denn einen gut Tipp bekommt oder ein nettes Gespräch führt, ist das auch viel wert, wenn es denn eine dementsprechende Buchhandlung ist. Ich mag nur eben keine Ketten, wo es eh nur die Bestseller-Ware und einschlägige Titel gibt und man so wenige Schätze entdecken kann … Solche Händler würde ich auch gern mehr unterstützen, wenn ich endlos Zeit und Geld hätte 😉 Aber so ist es nicht und daher sortiert man eben aus, und bestellt eben mal online bequem von zu Hause und sucht sich auf gebrauchten Marktplätzen genau diese oder jene Ausgabe, die man gerade unbedingt haben will …

  8. Bis letztes Jahr kaufte ich viel bei dem großen bösen Foxbooks (Amazon), der ja leider weder Cappuccino noch billige Bücher anbietet, dafür schnell und bequem ins Haus liefert. Dort kaufe ich auch noch immer meine Fachliteratur. Das ist komfortabel und ich kann die Rechnung problemlos zur Steuererklärung dazu geben.

    Aber insgesamt ist mir die Lust am Internet-Buchkauf irgendwie vergangen. Jokers hat vor ca. zwei Jahren seine Seite umgestellt, mit der ich seitdem nicht mehr klar komme. Bei Medimops und Arverselle fühle ich mich überrannt von „Angeboten“. Und ich habe festgestellt, dass etwas verloren gegangen ist, beim Online einkaufen. Das Stöbern, das Entdecken von Unerwartetem. Im Moment kaufe ich bewusster und vor allem vor Ort Bücher.

    Hier gibt es auch die gängigen Ketten. Aber meine Liebe gilt drei kleinen Buchhandlungen, in denen ich einfach immer wunderbare Bücher und nette Menschen finde, mit denen man Plaudern kann.

    1. Liebe Bee – interessant finde ich, dass du dich vom Angebot auf Medimops überrannt fühlst.. Stöberst du und entdeckst während des Stöberns deine Bücher? Ich gehe meist mit einem bestimmten Wunsch online und begebe mich auf die Suche, ich sammle ja zwischendurch schon Lektüretipps oder habe auf meiner „Liste“ Bücher, die ich als nächstes lesen will und mit diesem Wunsch kaufe ich dann ein. Ich habe da meist konkrete Vorstellungen, und lasse mich wenn, dann nur von Rezensionen und Besprechungen zum Kauf verführen, selten von Shop-Angeboten …

      1. Liebe Katja, nun eigentlich habe ich Listen, die ich versuche, irgendwie zu beherzigen. Meist kommen aber dann beim Stöbern noch Bücher hinzu.

        Mit Angeboten meinte ich nicht einmal wirklich die Angebote, die Medimops und Co mir unterbreiten, sondern diese Listen im Sinne von „Käufer, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“… Gibt es ähnlich bei Amazon. Speziell bei Medimops und Arvelle kam für mich hinzu, dass die Seiten für mich eher unübersichtlich sind. Generell kannte ich die Seiten bis vor kurzem gar nicht und wurde mit ihnen konfrontiert, in einer Phase, in der ich mir eher Gedanken darum machte, wieder mehr lokal zu kaufen.

  9. Ich kaufe mir überall Bücher. Für Vergriffenes gehe ich oft in unser Antiquariat, das so praktisch auf meinem Heimweg liegt. Manchmal gehe ich in eine der beiden Buchhandlungen vor Ort oder besuche eine Buchhandlung, wenn ich in der Stadt und natürlich im Ausland unterwegs bin. Eher weniger, um mir Bücher empfehlen zu lassen, denn meist weiss ich genau, was ich will – aber ich schätze das persönliche Gespräch mit den Buchhändlern. Ich gebe zu, dass dann gerade durch das Gespräch Anschlussliteratur zu einem Thema oder einem Autor erstanden oder zumindest schon mal vorgemerkt wird.

    Ich kaufe auch öfters antiquarische Bücher übers Internet. Da habe ich schon viele, auch sehr gut erhaltene Bücher gefunden und bei diesen Einkäufen habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Wenn ich online beim grössten Buchhandel der Stadt sehe, dass mein Wunsch nicht im Laden aufliegt, dann bestelle ich mir das Gewünschte nach Hause oder bestelle es mir im Internet beim Buchhändler im Ort und hole es dort ab. Und ganz nebenbei ergibt sich wieder einmal ein Gespräch 😉

    LG buechermaniac

    1. Du kannst online beim Buchhändler vor Ort bestellen? Hat der einen Online-Shop? Das ist ja toll! Ist das eine Kette oder eine private Inhaber geführte Buchhandlung?

      1. Liebe Katja

        Das ist eine ganz kleine private Buchhandlung und bietet den Online-Service an. In der Regel ist das gewünschte Buch am nächsten Tag abholbereit und man glaubt es kaum, meist günstiger im Preis als bei einer Kette!

        LG buechermaniac

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