XVIII. Sonntag mit Proust

Im Zustand der Krankheit merken wir, daß wir nicht allein existieren, sondern an ein Wesen ganz anderer Ordnung gefesselt sind, von dem uns Abgründe trennen, das uns nicht kennt, und dem wir uns unmöglich verständlich machen können: unseren Körper.

Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Teil 3.1: Die Welt der Guermantes, Dtsch. von Eva Rechel-Mertens, Frankfurt: Suhrkamp, 1982.

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2 Gedanken zu “XVIII. Sonntag mit Proust

  1. Wobei ich, so sehr ich Proust auch schätze, doch anmerken möchte, dass uns in der Tat unser Körper zwar oft fremd erscheint und womöglich auch ist, dass es aber durchaus lohnende Wege (vor allem in der Krankheit) gibt, diese Dysbalance auszugleichen und Körper und Ich in Kontakt zu bringen und ein gegenseitiges Verständnis für einander zu entwickeln.

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