XLVII. Sonntag mit Proust: Klavierklänge

„Ich ging in mein Zimmer hinauf, aber ich war dort nicht allein. Irgend jemand spielte Stücke von Schumann mit viel Gefühl. Gewiß kommt es vor, daß andere Menschen, sogar diejenigen, die wir am meisten lieben, uns mit der Trauer oder Gereiztheit getränkt erscheinen, die unserem eigenen Inneren entströmt. Trotzdem gibt es etwas, was eine Macht besitzt, zur Verzweiflung zu treiben, die nie ein Mensch erreichen wird: das ist ein Klavier.“

Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Teil 4.1: Sodom und Gomorra. Dtsch. von Eva Rechel-Mertens, Frankfurt: Suhrkamp, 1982, S. 262.

 

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