Sylvia Plath: Faun

„Haunched like a faun, he hooed
From grove of moon-glint and fen-frost
Until all owls in the twigged forest
Flapped black to look and brood
On the call this man made.

No sound but a drunken coot
Lurching home along river bank.
Stars hung water-sunk, so a rank
Of double star-eyes lit
Boughs where those owls sat.

An arena of yellow eyes
Watched the changing shape he cut,
Saw hoof hoarden from foot, saw sprout
Goat-horns. Marked how god rose
And galloped woodwar in that guise.“

„Er uhute, mit Hüften wie ein Faun.
Aus dem Gehölz, mondglitzernd und sumpfkalt,
Bis alle Eulen im zweigwirren Wald
Schwarz aufflatterten, um um sich zu schauen
Und übre den Ruf diese Mannes zu sinnen.

Kein Laut, außer von trunkenen Rallen,
Die am Flussufer entlang nach Hause schlingern.
Die Sterne wasserversunken, dass Ränge
Von doppelten Sternenaugen erhellen
Die Äste jener dort sitzenden Eulen.

Eine Arena von Augen, gelb,
Beobachtete seine wechselnden Formen,
Sah den Huf aus dem Fuß sich härten, sah Ziegen-
Hörner sprießen. Nahm wahr, wie er erstand, gen Wald
Galoppierte in dieser Gott-Gestalt.“

Sylvia Plath: Der Koloss. Gedichte. Englisch und deutsch. Übertragen von Judith Zander. Suhrkamp Verlag 1. Auflage 2013

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„Le faune 1923“ von Econt – http://www.obskure.com/forum/viewtopic.php?=&p=230816.

 

 

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