@bout „Vanitas – Ewig ist eh nichts“ im Georg-Kolbe-Museum

In Berlins Westen findet sich in einer ruhigen Ecke das Georg-Kolbe-Museum. Die Gebäude bestehen aus den ehemaligen Atelierräumen des 1947 verstorbenen deutschen Bildhauers. Georg Kolbe fertigte Aktskulpturen an und war damit bereits zu Lebzeiten sehr erfolgreich.
Während wir in dem beschaulichen Skulpturenpark sitzen, resümieren wir die Eindrücke der Sonderausstellung „Vanitas – Ewig ist eh nichts“.

Laura: Die Ausstellung zeitgenössischer Skulpturen und Installationen wirft Fragen zu Vergänglichkeit und dem Gedanken ans Sterben auf. Welche Vanitas-Motive finden auch im 21. Jhd. noch Anwendung und begleiten uns vielleicht täglich? Was gemahnt uns heute an unsere Sterblichkeit? Wie können wir damit umgehen? Ich finde, die Ausstellung gibt einen interessanten Überblick und bezieht sich gleichzeitig auf die typische Vanitas-Zeit: das Barock.

Bildquelle: GNM | Gm1409 | Gesamtaufnahme | Foto: Dirk Meßberger, 31.03.2009
Bildquelle: GNM | Gm1409 | Gesamtaufnahme | Foto: Dirk Meßberger, 31.03.2009

Katja: Interessant ist vor allem die Art und Weise wie zeitgenössische Künstler in den modernen Ausdrucksmedien wie Installation dieses Thema bearbeiten. Genau das zeigt ja die Ausstellung. Der italienische Künstler Luca Trevisani friert Paradiesvogelblumen ein, die er in einer aufwendigen Installation von der Decke in Bündeln hängen lässt. Die gefrorenen Pflanzen stellen direkt für den Betrachter den Prozess der Vergänglichkeit dar, da das gefrorene Wasser aus dem Objekt auf den Boden tropft. Spannend finde ich daran, dass jeder Betrachter in der Ausstellung damit ein anderes Objekt betrachtet und irgendwann ist das gefrorene Objekt geschmolzen und es bleiben nur mehr die Pflanzenreste … Weiterlesen

Sex sells – auch bei uns …

Beim wöchentlichen Blick auf unsere intere Blogstatistik runzelt man so manches Mal verwundert die Brauen und schießt sich vor Lachen weg. Wir möchten euch nicht vorenthalten, nach welchen Suchbegriffen so manche Leser auf unseren Blog kommen. Man fragt sich, ob wir überproportional viele Artikel zu diesen Stichwörtern haben – in jedem Fall sieht man wieder – Sex sells 😉

Unbenannt

Electric Book Fair Berlin – Freunde des elektronischen Buches willkommen!

Ein E-Book ist ein Buch ist kein Buch ist mehr als ein Buch ist ein elektronisches Buch ist ein E-Book …
Diese Ideen über das „neue“ (?) Medium E-Book aufgreifend, das Potenzial elektronischer Literatur aufzeigend und deren vielseitigen Ausprägungen eine Bühne bietend, wurde die erste E-Book-Messe Deutschlands ins Leben gerufen – die Electric Book Fair.

„Die Electric Book Fair ist der Versuch, etwas in den Blick zu bekommen, das seinem Wesen nach diffus und unkonturiert bleiben muss, weil es sich fortwährend verändert – ein paradoxes und dennoch lohnendes Unterfangen.“

Die Electric Book Fair will keine kommerzielle Messe als solche sein, sondern versteht sich als „kuratierte Zusammenkunft von
E-Book-Experten und interessierten Laien“ sowie als „Probebühne und kulturelles Experiment“. Sie möchte E-Books sichtbar werden lassen und deren künstlerische Möglichkeiten vorstellen. Ins Leben gerufen wurde sie  von den E-Book-Verlegern Christiane Frohmann (Frohmann), Nikola Richter (Mikrotext) und Fabian Thomas (Shelff) sowie der Gestalterin Andrea Nienhaus

electric book fair Weiterlesen

Vorgestellt: Die Textlicht-Reihe der edition atelier

Unter dem Titel „Textlicht“ gibt der Wiener Verlag Edition Atelier eine besondere Reihe handlicher kleiner Erzählbände junger österreichischer Autoren und Autorinnen heraus: „Erfrischendes Lesevergnügen im zeitgemäßen Format: Textlicht, Literatur, die unter die Haut geht und im Kopf bleibt!“Edition_Atelier

Die Edition Atelier wurde Mitte der 80er Jahre in Wien durch den Journalist, Autor und Politiker Jörg Mauthe ins Leben gerufen und widmete sich österreichischer Literatur, Kultur- und Politikgeschichte. Mauthe gründete ebenfalls die kulturpolitische Zeitschrift Wiener Journal, der die Edition Atelier angeschlossen wurde. Seit 2011 besteht der Verlag selbstständig unter der Leitung des Theaterwissenschaftlers Jorghi Poll, der ihn seit 2013 gemeinsam mit Literaturwissenschaftlerin Sarah Legler führt und den Schwerpunkt auf österreichische Gegenwartsliteratur legt.

Wir durften mit freundlicher Unterstützung der Edition Atelier in zwei Bände aus der Textlicht-Reihe eintauchen und  experimentelle junge österreichische Literatur kennenlernen, die wir euch hier vorstellen möchten.

Im dazugehörigen Blog http://textlicht.wordpress.com könnt ihr euch über aktuelle Aktionen, monatlich stattfindende Lesungen und die Textlicht-Autoren informieren. Weiterlesen

„Evidence“: Ai Wei Wei im Martin-Gropius-Bau Berlin

Wenn ihr Pfingsten noch nichts vor habt und es euch einfach draußen zu heißt ist,  empfehlen wir allen Berlin-Besuchern und -Bewohnern die Ausstellung „Evidence“ des zeitgenössischen chinesischen Künstlers Ai Wei Wei im Martin-Gropius-Bau Berlin.

Ai Weiwei. 2012 © Gao Yuan
Ai Weiwei. 2012 © Gao Yuan

In 18 Räumen kann man auf 3000 qm u.a. Werke des gesellschaftskritischen Künstlers sehen, die eigens für diese Ausstellung entstanden sind oder bisher noch nicht in Deutschland zu sehen waren. Der Ausstellungstitel „Evidence“ verweist auf den dokumentarischen und archivarischen Charakter dieser Werkschau:  Sie fragt nach den Beweisen gegen den Künstler und versammelt Beweise darüber, was ihm widerfährt.

Modernismus ist das Urgeschöpf der aufgeklärten Menschen, er ist die ultimative Betrachtung über den Sinn des Daseins und das Elend der Realität, er hat ein wachsames Auge auf Gesellschaft und Macht, er geht keine Kompromisse ein, er kooperiert niemals.
Ai Weiwei 1997
(zit. n. „Ai Weiwei – Der verbotene Blog“, Galiani: Berlin 2011)

Diese Ausstellung ist in jedem Winkel politisch und offenbart das unverständliche Unrecht, das dem chinesischen Künstler derzeit widerfährt, der seit langer Zeit unter Hausarrest steht und nicht zu seiner eigenen Ausstellung anreisen darf. Die chinesische Staatsmacht versucht den Künstler, Architekten und Politiker mit allen Mitteln – auch illegal – mundtot zu machen. Sie schlossen seinen Blog, den monatlich über 100.000 Menschen besuchten, um die Arbeit des Künstler zu begleiten. Sie zerstörten sein Atelier und seine Werkstatt, in der seine Installationen und Ideen entstehen. Sie steckten ihn 2011 illegal für 81 Tage in die Zelle eines Geheimgefängnisses, das er nie verlassen durfte und rund um die Uhr bewacht wurde. Von diesen Repressionen und Erlebnissen sprechen die Ausstellungsexponate und Installationen, die nachdenklich machen und Kopfschütteln hervorrufen.

Die Ausstellung „Evidence“ erinnert den Besucher daran, dass es nicht überall selbstverständlich ist, seine Meinung frei äußern zu dürfen. Auch wenn die Bedingung für Kreativität Freiheit ist, lässt sich ein Künstler nicht unterdrücken. Ai Wei Wei macht Kunst unter politischem Druck. „Evidence“ ist noch bis zum 13.07.14 geöffnet. Seht sie euch an!

Über Ai Wei Wei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ai_Weiwei
http://aiweiwei.com

Eine andere Meinung:

http://www.monopol-magazin.de/artikel/20103168/Hou-Hanru-Ai-Weiwei-haus-der-kunst.html

Ausstellungskritik:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ai-weiwei-austellung-evidence-in-berliner-martin-gropius-bau-a-962163.html
http://www.taz.de/!136108/

Informationen zum Martin-Gropius-Bau und zur Ausstellung:

http://www.museumsportal-berlin.de/museen/martin-gropius-bau/
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/gropiusbau/programm_mgb/mgb14_ai_wei_wei/ausstellung_ai_weiwei/veranstaltungsdetail_80214.php

Literatur zu Ai Wei Wei:

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23846-6
http://www.galiani.de/buecher/ai-weiwei-der-verbotene-blog.html

Bericht vom 2. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Thema: Ichfindung und Identitätsbildung

Susanne Haun

Gestern fand mein 2. KunstSalon am Dienstag zum Thema „Ichfindung und Identitätsbildung – Das Ich im Laufe der Moderne und Postmoderne“ statt.

Katja und Laura vom Blog aboutsomething führten uns durch das Thema. Herzlichen Dank an beide für ihre sehr guten Ausführungen, die uns zur Diskussion anregten.

Salon zum Thema Ichfindung (c) Foto von Susanne Haun Salon zum Thema Ichfindung (c) Foto von Susanne Haun

Katja stellte die Grundfragen der Identität und Individualisierung aus Sicht der Soziologie vor:

Ihre Quelle war dabei:
Heinz Abels, Identität – Lehrbuch, 2. üb. erw. Aufl. 2010, Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden

„Grundfragen der Soziologie im Hinblick auf das Individuum im Verhältnis zu sich:

• Wie ist die Vorstellung des Menschen, ein Individuum zu sein, entstanden?
• Welcher Anspruch hat sich aus dieser Vorstellung ergeben?
• Wie sehen die gesellschaftlichen Bedingungen in der fortgeschrittenen Moderne aus?
• Was ist Identität? – Wie bin ich geworden, was ich bin (Entwicklung des Selbst)? Wer will ich sein…

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Notizen zur Lektüre: Thomas Bernhard „Der Atem“ – letzter Teil

Wir lesen Thomas Bernhards autobiographische Rückschau “Der Atem” und notier(t)en wöchentlich unsere Eindrücke vom Text. Heute kommen wir damit zum Schluss und zeigen euch unsere Notizen zum letzten Teil (S. 91 – 124) und fassen unsere Leseeindrücke zusammen.

„Diese Entdeckung, daß die Literatur die mathematische Lösung des Lebens und in jedem Augenblick auch der eigenen Existenz bewirken kann, wenn sie als Mathematik in Gang gesetzt und betrieben wird, also mit der Zeit als eine höhere, schließlich die höchste mathematische Kunst, die wir erst dann, wenn wir sie ganz beherrschen, als Lesen bezeichnen können, hatte ich erst nach dem Tod des Großvaters machen können, diesen Gedanken und diese Erkenntnis verdankte ich seinem Tod.“ (S. 119)

Inhalt:

Abschluss der „ersten Existenz“ d. Sterbezimmers im Krankenhaus – Gesundungsweg schreitet voran – Übersiedelung des Erzählers in das Erholungsheim „Hotel Vötterl“ in Großgmain am Rande eines bayerischen Bergdorfes – Beziehung zur Mutter wird rekapituliert und als enger beschrieben – Beziehung zw. Großvater und Mutter wird als schwierig thematisiert – Ansätze psychologischer Ausdeutungen – Im Erholungsheim erwacht neuer Lebenswille, obwohl auch dies ein Sterbeheim ist – Aufarbeitung des Krankenhausaufenthaltes – Misstrauen gegenüber Ärzten bis zum Schluss – Lust auf Spaziergänge und Naturerlebnis kommt zurück – Interesse für die Literatur und große Liebe zur Musik verstärkt sich – Besuch von Kurkonzert – Auseinandersetzung mit Mitpatient, der ganz andere Interessen hat – nächster Schicksalsschlag am Ende des Berichts: Krebserkrankung der Mutter + Tuberkuloseerkrankung durch Aufenthalt im „Hotel Vötterl“ – Entlassung aus Großgmain – Erhalt v. Einweisungsschein in Lungenheilstätte Grafenhof

Sprache u. Stimmung: Weiterlesen

Notizen zur Lektüre: Bernhards „Der Atem“ V

Wir lesen Thomas Bernhards autobiographische Rückschau “Der Atem” und notieren wöchentlich unsere Eindrücke vom Text.

Teil V (S. 69-90)

„Ich bin sicher, ein Besuch im Sterbezimmer hatte auf den Besucher eine lebenslängliche Wirkung.“

Inhalt:

Großvater ist Mutmacher und Hoffnungsbringer – Beschreibung der Besucher im Sterbezimmer – Geburtstag ohne den Großvater feiern – Tod des Großvaters – durch Familie verschwiegen – der Erzähler (Bernhard) erinnert sich wie er nur aus der Zeitung vom Tod des geliebten und verehrten Großvaters erfuhr – Beschreibung des eigenen körperlichen Verfalls: Angst davor, nicht mehr Sänger sein zu können- Verschlechterung des körperlichen Zustands gleichzeitig mit Tod des Großvaters – Erinnerung an Alltag vor der Zeit im Sterbezimmer mit Großvater, Schule und Musik – Erbe des Großvaters für Enkel: Schreibmaschine – Angebot eines „anderen, freundlicheren Zimmers“ wird abgelehnt

Sprache und Stimmung:

Ich-zentrierte Reflektionen – bei Schilderung von der Konfrontation mit Tod des Großvaters durch die Zeitung hat die Erzählung etwas stark Narratives, Spannungsgeladenes, nicht so nüchtern wie sonst – Ton wird bei Erinnerung an Großvater sentimental und emotional – detaillierte und gefühlvolle Wiedergabe der letzten Momente mit dem Großvater – weiterhin sachliche Betrachtung der eigenen Krankheit – sehr radikal nichts beschönigend – nüchterne Beschreibung wie er vom Tod des Großvaters erfahren hat – Schockzustand? – Betonung der Distanz zu restlicher Familie durch Hervorhebung des Alleinseins und der Verschwiegenheit der anderen, den Großvatertod betreffend

Bedeutung und Wirkung:

Armseligkeit des Patienten und Hoffnungslosigkeit gegenüber eigener Lage – Junger Mensch erlebt eigenen körperlichen Verfall – Schock über Reaktion der Familie und Verschweigen des Todes des Großvaters – Erkenntnis über starke Bedeutung des Großvaters für eigene Genesung und Schock über Verlust – Tod des Großvaters bedeutet plötzliche Unabhängigkeit + Freiheit: neue Erfahrung für Erzähler – Leben ohne Großvater vorstellbar? – Schreibmaschine des Großvaters als Symbol der Bedeutung des Großvaters für Bernhard – schriftstellerischer Nachlass geht in Form der Schreibmaschine symbolisch an den Enkel – Erzähler erkennt Tod des Großvaters als Chance an und schöpft neuen Lebens- und Gesundungswillen

Nächste Woche geht es weiter mit S. 90 – 105!

Link zu Teil IV

Notizen zur Lektüre: Bernhards „Der Atem“ IV

Wir lesen Thomas Bernhards autobiographische Rückschau “Der Atem” und notieren wöchentlich unsere Eindrücke vom Text.

Teil IV (S. 49-69)

Inhalt:

Aus der Sicht des Großvaters: Unterschied zwischen tatsächlichen und erfundenen Krankheiten – jede Krankheit womöglich eine Erfundene – Notwendigkeit der erfundenen Krankheit – Beschreibung der Arztvisite – Ausweglosigkeit der Kranken = zum Tode verurteilten Menschen – Medikamente als Todesbeschleuniger – Beziehung zwischen Arzt und Patient beleuchtet –Sicht des Erzählers: Wunsch nach Aufklärung und Erklärung durch Ärzte wird verweigert – Beschreibung des Auftauchens (und Sterbens) einzelner Menschen im Sterbezimmer: der Gastwirt, der General, der Marktfahrer und ihrer Geschichten

Sprache und Stimmung:

Durchlaufender Bewusstseinsstrom ohne Brüche und ohne Pausen – negative Wortwahl betont Gefühlskälte,  Distanz und Unbeteiligtheit der Ärzte – Erzähler schwenkt in 3. Person um, wiedergegebene sehr sachliche Reflektionen des Großvaters gehen über in Reflektionen des Enkels und verschwimmen mit diesen – mehrfach wiederholtes Bild der Mauer verdeutlicht Rücksichtlosigkeit der Ärzte und als unüberwindbare Distanz wahrgenommene Arzt-Patienten-Beziehung –

Änderung der Erzählperspektive zwischendrin = Distanz zu Berichtetem – Hervorhebung der eigenen Ausnahmesituation (nur der Erzähler verlässt das Sterbezimmer lebend?) – Beschreibung der anderen Kranken / Sterbenden aus Perspektive eines beteiligten aber nicht unmittelbar betroffenen Beobachters – Beschreibungen verschiedener Arten zu Sterben anhand einzelner fremder Personen löst Frage nach dem „richtigen Tod“ aus und geht über in Reflektion über Rolle des Schreibenden – sehr passendes Sprachbild: das Leben als „schäbiger, vollkommen abgerissener Veranstaltungskalender“ ( S. 64)

„Schließlich wird den wenigsten ein Tod ohne Sterben zuteil. Wir sterben von dem Augenblick an, in welchem wir geboren werden, aber wir sagen erst, wir sterben, wenn wir am Ende dieses Prozesses angekommen sind, und manchmal zieht sich dieses Ende noch eine fürchterlich lange Zeit hinaus. Wir bezeichnen als Sterben die Endphase unseres lebenslänglichen Sterbeprozesses.“ (S. 64)

Bedeutung und Wirkung:

Ärzte werden wie gefühlslose Unwesen beschrieben, die nur ihre Arbeit verrichten – Heilen als Geschäft – Kritik an Ärzteberuf – empfundene Unmenschlichkeit der Ärzte, denen Patient hilflos ausgeliefert ist – Schwestern als abgestumpfte ausführende Menschen ohne Anteilname – der Tod wird nur als Endpunkt wahrgenommen – Starke Wertungen und moralische Fragen, gesellschaftliche Dimensionen:  relevanter ist das Sterben, dass allen Lebenden seit ihrer Geburt widerfährt = Leben heißt zu sterben – im Tod sind wir alle gleich, egal welchen gesellschaftlichen Standes oder Berufen wir im Leben nachgehen – Frage: „Wie wollen wir Sterben?“ ist verbunden mit der Frage nach dem Glück – menschenwürdiges Leben und Sterben – Jeder verdient einen „guten und sanften“ Tod, nicht jeder erhält einen – moralische Wertung – indem der Erzähler über den „Schreibenden“ nachdenkt, macht er sich indirekt über den Beobachterstandpunkt eines Autoren Gedanken

Nächste Woche geht es weiter mit S. 69 – 90!

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