Wir sagen Tschüß!

Liebe Blogleser,

manchmal ist es Zeit, etwas zu beenden, wenn es am schönsten ist. Leider werden wir uns für unbestimmte Zeit aus der Bücherblogwelt verabschieden. Wir haben beide 2012  aus unserer gemeinsamen Leidenschaft zur Literatur diesen Blog gegründet, als die Literaturblogwelt noch klein und überschaubar war. Aus diversen persönlichen und beruflichen Gründen werden wir hier keine neuen Beiträge veröffentlichen. Jedoch lassen wir die bestehenden Rezensionen und Buchtipps online, weil wir sehen, dass sich ab und zu einige Lesehungrige auf der Suche nach „Stoff“ hier einfinden. Es wäre auch schade um unserer Arbeit und das Herzblut, was hier hinein geflossen ist. Das Leben geht weiter und das Literatur erleben auch, wir wenden uns neuen Projekten zu und sind gespannt, was alles noch auf uns zukommt.

Wir sagen „Danke“für all die Leser, die uns hier begleitet haben, für all die Blogger, die uns mit ihren kritischen Kommentaren und intensiven inhaltlichen Auseinandersetzungen bereichert haben, und für all die Buchempfehlungen, die wir durch euch bekommen haben. Danke an all die Verlage für die Rezensionsexemplare, die wir lesen durften und die spannenden Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen durften. Wir wünschen euch allen hier weiterhin viel Spaß beim Stöbern. Die Suche sollte euch helfen, die ein oder andere auch ältere Rezension zu entdecken, denn auch wenn wir älter werden, Bücher werden es nicht, sondern bleiben immer aktuell. Jetzt sind wir doch ein wenig pathetisch geworden, aber nun ja, sei es drum 😉

Wer weiß, vielleicht geht es hier irgendwann weiter, in neuem Gewand oder irgendwie anders … Man weiß es nie ;).

Möge die Fantasie mit euch sein!

Advertisements

About @bout…

JA, es ist still geworden auf diesem Blog. Das hat seine Gründe: Während die eine von uns beruflich bloggt und soviel am Computer sitzt, dass sie anschließend froh ist, den Laptop auslassen zu können und sich dem Offline-Leben zu widmen (Katja), ist die andere Mama geworden und hat zwar glücklicherweise noch Zeit zum Lesen, aber kaum mehr Zeit um darüber zu schreiben (Laura) …

Wir haben uns gefragt, ob es nicht sinnvoller ist, das Bloggen mangels Zeit erstmal sein zu lassen.

Aber irgendwie liegt uns doch noch daran, über das, was wir lesen oder in der Kunstwelt entdecken, zu schreiben und mit euch zu teilen. Daher werden wir weitermachen – wenn auch wesentlich unregelmäßiger, in kürzeren Artikeln, dafür mit neuem frischen Design und hoffentlich auch mehr Kunst neben der Literatur.

Stricken_Wolle_und_so
Stricken ist Entspannung. Man muss einfach mal offline sein.

Denn auch mit herausforderndem Job bzw. Baby bleibt uns doch die Leidenschaft für das Lesen!

Das schönste Lesezeichen der Welt
Das schönste Lesezeichen der Welt

In diesem Sinne…
danke für eure Treue, euer Verständnis und
auf baldiges Wiederlesen!

Meeting T.C. Boyle!

Am Montag abend hatten wir die Ehre den amerikanischen Schriftsteller T.C. Boyle während eines Bloggertreffens persönlich kennenzulernen. Auf Einladung des Hanser Verlages waren wir mit dabei und konnten die Gelegenheit nutzen, ihm Fragen zu stellen und unsere „Hart auf Hart“-Exemplare signieren zu lassen.

DSC00151 DSC00150

T.C. Boyle ist ein unglaublich lockerer, witziger Typ. Er sprach über seine Bücher, als wären es Geliebte von ihm. Man merkt ihm deutlich an, dass er für das Schreiben „brennt“. Vielmehr bezeichnete er es als addiction zu schreiben. Anders ließe sich vermutlich auch kaum die beeindruckende Regelmäßigkeit und Vielzahl seiner Veröffentlichungen erklären. (siehe hierzu bspw. den Link der Fanpage: www.tcboyle.de)
In seinen Romanen und Kurzgeschichten stehen häufig Randfiguren im Mittelpunkt. Außerdem geht es oft um das Verhältnis von Mensch und Natur bzw. das Leben des Einzelnen in seiner Umgebung und die Wechselbeziehung mit dieser. Katja hat das, was Boyles Werke ausmacht in einem Lese-Appell so zusammengefasst: „Boyle beherrscht die Klaviatur menschlicher Abseitigkeiten und Leidenschaften bis ins kleinste Detail und entlarvt hingebungsvoll die Brüchigkeit von Ikonen, Weltbildern und scheinbar für die Ewigkeit gedachten Konventionen.

T.C. Boyle, dessen Lesungen stets ein Erlebnis sind, sprach bei dem Treffen davon, wie die Figuren und die Romane sich entwickeln und aus sich heraus entstehen. Er habe keine fixe Idee im Vorhinein, sondern „he´s entering the character´s brains“ und empfinde durchaus Sympathie für sie.
Es war sehr spannend und unterhaltsam, ihm zuzuhören. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Hanser Verlag für diese Gelegenheit!!! Und freuen uns nun erstmal auf die Lektüre des aktuellen Romans von ihm…

Am Mittwoch, 18.02.15 liest T.C. Boyle in Berlin aus seinem neuen Roman. Da die Veranstaltung leider schon ausverkauft ist, besteht zumindest die Möglichkeit, der Live-Übertragung ab 19.30h auf Radio Eins zu lauschen.

Link zur RBB-Seite mit Infos zur Veranstaltung und Video des Autors, der sein Buch vorstellt

Lest T.C. Boyle!


© Carl Hanser Verlag
© Carl Hanser Verlag

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, unterrichtete an der University of Southern California in Los Angeles. Bei Hanser erschienen zuletzt Willkommen in Wellville (Roman, 1993), América (Roman, 1996), Riven Rock (Roman, 1998), Fleischeslust (Erzählungen, 1999), Ein Freund der Erde (Roman, 2001), Schluß mit cool (Erzählungen, 2002), Drop City (Roman, 2003), Dr. Sex (Roman, 2005), Talk Talk (Roman, 2006), Zähne und Klauen (Erzählungen, 2008), Die Frauen (Roman, 2009), Das wilde Kind (Erzählung, 2010), Wenn das Schlachten vorbei ist (Roman, 2012), San Miguel (Roman, 2013) und die Neuübersetzung von Wassermusik (Roman, 2014).

Sylvia Plath: Faun

„Haunched like a faun, he hooed
From grove of moon-glint and fen-frost
Until all owls in the twigged forest
Flapped black to look and brood
On the call this man made.

No sound but a drunken coot
Lurching home along river bank.
Stars hung water-sunk, so a rank
Of double star-eyes lit
Boughs where those owls sat.

An arena of yellow eyes
Watched the changing shape he cut,
Saw hoof hoarden from foot, saw sprout
Goat-horns. Marked how god rose
And galloped woodwar in that guise.“

Weiterlesen

@bout: kunstgeschichte.info – Der Onlineguide (nicht nur) für Kunsthistoriker

Für alle, die auf dem Laufenden sein und bleiben wollen, wenn es um Kunst, Ausstellungen, Kunstbetrieb, Stellenmarkt im Kunstbereich etc. geht, habe ich eine besondere Empfehlung:

Den Onlineguide kunstgeschichte.info.

kunstgeschichte.info

Auf der Seite findet ihr im Blog aktuelle Nachrichten aus der Kunstwelt, sowie Tipps und Besprechungen zu Ausstellungen. Diese sind neuerdings oft mit Videos aufbereitet. Darüber hinaus gibt es Terminübersichten zu Ausstellungen und Tagungen, Übersichten zu Auktionshäusern, umfangreiche Infos zu Stellenangeboten und Karriere im Kunstbereich und Tipps zum Studium der Kunstgeschichte! Wer Buchtipps sucht wird ebenso fündig wie jemand, der nach guten Kunstblogs sucht (unser Blog wird leider nicht mit aufgeführt, da dort reine Kunstblogs aufgelistet werden, wir aber ja auch viel über Literatur bloggen). Man findet zudem Links zu Bilddatenbanken und Mediatheken, kommentierte Listen von Kunstzeitschriften und vieles mehr!
Der 2-wöchentlich erscheinende Newsletter informiert darüber, was die Kunstwelt bewegt und fasst die wichtigsten Neuigkeiten und Stellenangebote in einer Mail zusammen.

Betrieben wird die informative Seite von Kunsthistoriker Sebastian Weinhold aus Erfurt. Er hatte während seines Studiums 2011 die Idee, kunstgeschichtliche Inhalte online zugänglich zu machen, weil er es schade fand, dass gesammelte Ressourcen, Links, Recherchetools und Erfahrungswerte allzu oft in Aktenordnern verschwinden.

Jüngst ist die Seite mit einem Relaunch an den Start gegangen, der zum einen auch die Ansprüche für mobile Geräte abdeckt, ein neues Design zeigt und zum anderen auch den Schwerpunkt auf den Blog mit aktuellen Nachrichten aus der Kunstwelt legt. Für die nahe Zukunft ist des Weiteren ein Karriereportal für Kunsthistoriker geplant.

Die Seite gibt einen umfassenden, übersichtlich gestalteten Überblick über die verschiedensten Bereiche, die Kunst betreffend. Vor allem ist sie im Geiste ihrer Zeit ganz auf Kunst und Kunstgeschichte im Web 2.0 ausgerichtet, was man bisher nicht von vielen Onlineangeboten behaupten kann. Ich bin sehr froh, diese Seite für mich entdeckt zu haben, da sie wirklich mal alles von (kunsthistorischem) Interesse zusammenfasst und zahlreiche hilfreiche Links und Tipps beinhaltet. Darüber hinaus sind die Übersichtslisten kurz und knackig kommentiert und die ausführlicheren Texte in Ausstellungsbesprechungen bspw. gut geschrieben und nicht nur inhaltliche Wiedergaben der Pressetexte.

Nur schade, dass ich die Seite erst jetzt entdeckt habe =)!!!
Für Kunstgeschichts-Studenten bietet sie eine optimale Plattform sich rundum zu informieren, Kunsthistoriker können sich auf dem Laufenden halten und Karrierepläne schmieden und alle anderen? Können ihre Liebe zur Kunst(geschichte) entdecken…

Danke für diesen Onlineguide!!!

@boutsomething to look at: Niki de Saint-Phalle auf Arte +7

© Pär Henning, Quelle: Wikipedia
© Pär Henning, Quelle: Wikipedia

Niki de Saint-Phalles ausdrucksstarke, weibliche Kunst hat mich vor Jahren dazu inspiriert, Kunstgeschichte zu studieren. Ihre riesigen, runden und farbigen „Nanas“ sind euch sicher schonmal irgendwo begegnet. Ich liebe besonders ihre in den 1950er Jahren entstandenen „Schießbilder“, die so wunderbar wütend sind. Als Mitglied der Künstlergruppe „Nouveau Réalistes“ ging Niki de Saint-Phalle in die Kunstgeschichte ein.

In der Arte +7 Mediathek ist noch bis zum 26.11.14 ein 91 minütiger Beitrag über die französisch-amerikanische Künstlerin zu sehen. Der Film beleuchtet nicht nur ihre Ehe zu Bildhauer Jean Tinguely, sondern gibt Einblick in ihr Schaffen und ihre Beweggründe.

Sehr empfehlenswert!

Hier gehts zum Link:     Niki de Saint-Phalle auf Arte


 

Nino Haratischwili: „Das achte Leben“ – oder: Von der Freude während des Lesens

Empfindungen während des Lesens sind immer äußerst unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig. Es gibt Bücher, durch die man sich mehr oder weniger durchquält, solche, die man ganz weglegt, dann aber auch jene, die einen in den Bann ziehen und die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Nino Haratischwilis neuer Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ ist ein Buch für Genießer: Eines, das man langsam und genüsslich liest, sich auf der Zunge zergehen lässt wie Schokolade. Eines, das man weniger verschlingt, sondern in Ruhe und besonnen liest, da man nicht möchte, dass es zu schnell endet.P1010608_kl

Inhaltlich wird dieses gemäßigte Tempo begünstigt durch die Vielzahl an Figuren und Themen, die sich über ein Jahrhundert hin erstrecken und die Geschichte einer georgischen Familie im 20. Jahrhundert erzählen. Von Stasia über Kostja und Kitty, bishin zur Erzählerin Niza und deren Nichte Brilka spannt sich der Epos. Dabei läuft man allerdings nicht Gefahr, sich beim Lesen zu langweilen: Der Autorin gelingt es, einen dichten Teppich an kleinen und großen Geschichten miteinander zu verweben, historische Fakten und Personen wie Josef Stalin (den Generalissimus) einzubringen und den Spannungsbogen stets aufrecht zu halten.P1010605_kl

Zumindest ist das mein Eindruck nach den ersten 300 Seiten. Ich werde noch eine Weile brauchen – um genussvoll weiterzulesen und freue mich über jegliche Rückmeldungen anderer Haratischwili – Leserinnen, die (in einer gemeinsamen Blogtour) nach und nach ihre Eindrücke wiedergeben:

Von der Vorfreude – bei der Klappentexterin

Von den Eindrücken bei einer Lesung und nach der Lektüre – bei Caterina

Von einem erfüllten Träumen und der Enttäuschung über Nicht-Nominierung – bei Masuko13

Nino Haratischwili: „Das achte Leben (Für Brilka)“ – ist heute bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen! 

P1010607_kl

 

Sex sells – auch bei uns …

Beim wöchentlichen Blick auf unsere intere Blogstatistik runzelt man so manches Mal verwundert die Brauen und schießt sich vor Lachen weg. Wir möchten euch nicht vorenthalten, nach welchen Suchbegriffen so manche Leser auf unseren Blog kommen. Man fragt sich, ob wir überproportional viele Artikel zu diesen Stichwörtern haben – in jedem Fall sieht man wieder – Sex sells 😉

Unbenannt

Electric Book Fair Berlin – Freunde des elektronischen Buches willkommen!

Ein E-Book ist ein Buch ist kein Buch ist mehr als ein Buch ist ein elektronisches Buch ist ein E-Book …
Diese Ideen über das „neue“ (?) Medium E-Book aufgreifend, das Potenzial elektronischer Literatur aufzeigend und deren vielseitigen Ausprägungen eine Bühne bietend, wurde die erste E-Book-Messe Deutschlands ins Leben gerufen – die Electric Book Fair.

„Die Electric Book Fair ist der Versuch, etwas in den Blick zu bekommen, das seinem Wesen nach diffus und unkonturiert bleiben muss, weil es sich fortwährend verändert – ein paradoxes und dennoch lohnendes Unterfangen.“

Die Electric Book Fair will keine kommerzielle Messe als solche sein, sondern versteht sich als „kuratierte Zusammenkunft von
E-Book-Experten und interessierten Laien“ sowie als „Probebühne und kulturelles Experiment“. Sie möchte E-Books sichtbar werden lassen und deren künstlerische Möglichkeiten vorstellen. Ins Leben gerufen wurde sie  von den E-Book-Verlegern Christiane Frohmann (Frohmann), Nikola Richter (Mikrotext) und Fabian Thomas (Shelff) sowie der Gestalterin Andrea Nienhaus

electric book fair Weiterlesen