Lies das mal! – Teil II

Nun folgt Teil II der neuen Rubrik „Lies das mal!“. Katja hat ihre erste Empfehlung an Laura gegeben und dafür einen Klassiker gewählt:

Lies mal: Franz Kafkas „Der Prozeß“!

Der Prozeß

  • Was hat dich am meisten an diesem Klassiker der deutschen Literatur beeindruckt, fasziniert, verstört oder verwirrt? Weiterlesen

Neu: Lies das mal!

Wir haben eine neue Kategorie im Bereich Literatur eingeführt. Ihr Name ist Programm: „Lies das mal!“ ist die Aufforderung der einen an die andere Bloggerin (und dadurch indirekt an euch ;)), ein Buch zu lesen, das sie noch nicht kennt und unbedingt lesen sollte. Im Anschluss an die Lektüre stellt diejenige, die das Buch vorgeschlagen hat, der anderen Fragen dazu. Es handelt sich also zugleich um eine Leseempfehlung und um einen Austausch über Gelesenes, das uns bewegt hat. Und es verdeutlicht unser Bestreben, uns intensiv mit richtig guter Literatur zu befassen, inhaltlich darüber nachzudenken und ein bißchen zu analysieren, ohne sie einfach nur „wegzulesen“.

Gestartet wird diesmal mit einer Empfehlung, die Laura Katja gegeben hat:

Lies mal: Marlen Haushofers „Die Wand“!

Die Wand (2) Weiterlesen

Marlen Haushofer: „Die Wand“, Roman (1963)

Die WandEinmal werde ich nicht mehr sein, und keiner wird die Wiese mähen, das Unterholz wird in sie einwachsen, und später wird der Wald bis zur Wand vordringen und sich das Land zurückerobern, das ihm der Mensch geraubt hat. Manchmal verwirren sich meine Gedanken, und es ist, als fange der Wald an, in mir Wurzeln zu schlagen und mit meinem Hirn seine alten, ewigen Gedanken zu denken. Und der Wald will nicht, daß die Menschen zurückkommen.

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Wundervolle Wunderkammer – Die Sammlung Thomas Olbricht in Berlin

Sammelwunsch und Wunderkammer

Die Faszination für Unbekanntes, Neues, Mysteriöses verführte bereits seit der Renaissance und im Barock Sammler dazu, sogenannte Wunderkammern einzurichten. Gesammelt wurden Naturalia (seltene Naturgegenstände), Artificialia (Kunstwerke von großer Kostbarkeit), Exotica (Objekte aus fernen, fremden Erdteilen), Scientifica (Instrumente aus der Wissenschaft) oder Mirabilia (Unerklärliches). Ausgestellt wurden diese Liebhaber-Objekte dann meist nur für elitäre Kreise (wie in Berlin von Kurfürst Joachim II. initiiert), was sich später jedoch wandelte. Wunderkammern gelten uns heute als Spiegel vergangenen Entdeckergeistes und Kenntnisstandes. Erhalten sind ehemalige barocke Wunderkammern als komplette Sammlungen jedoch leider selten; oft wurden die Objekte in diverse Museen verteilt, wie auch in Berlin.

Der Kunst- und Kuriositätensammler Thomas Olbricht setzt die Tradition der Wunderkammer als Gesamtsammlungswerk in seinem me-collectorsroom fort. (me steht für moving energies, und ist nicht als narzisstische Selbstbespiegelung zu verstehen 🙂 ). Einen thematischen Schwerpunkt setzt Olbricht dabei auf Vanitas und Memento Mori-Motive. Weiterlesen