[Rezension] Elke Schmitter: „Frau Sartoris“

Das Debüt

Elke Schmitters Debütroman erzählt anhand von Margarethe Sartoris das Leben einer westdeutschen Frau aus der Provinz. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Liebe und Leidenschaft, welche sie als junge Frau empfindet. Das klingt erstmal nach einem Buch, das ich nicht unbedingt hätte lesen wollen. Zufällig habe ich es doch getan und war positiv überrascht.frau_sartoris

Frau Sartoris´ Jugendliebe zu einem Adligen zerbricht, vermutlich an den gesellschaftlichen Unterschieden. Sie heiratet, mehr oder weniger aus Trotz und auf die Schnelle, den Kriegsinvaliden Ernst. Sein Lebensziel ist Gemütlichkeit, was zu Tochter Daniela und langweiligen Abenden führt. Das Eheleben ödet die schöne Margarethe schon bald an und sie bandelt mit Michael an, mit dem sie erotisches Neuland erkundet und schließlich einen waghalsigen Plan fasst…

Es sind zwei Dinge, die den Roman von Schmitters lesenswert machen und vielleicht auch Reich-Ranicki im Literarischen Quartett zu der Aussage brachten, das sei Prosa, die ihn in höchstem Maße fasziniere.

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