In eigener Sache: Suche anspruchsvollen Kriminalroman

Normalerweise seid ihr es von uns gewohnt, dass wir euch vorstellen, mit welcher Lektüre wir uns gerade beschäftigen oder welche Themen uns bewegen. Diesmal habe ich eine Frage an euch oder besser gesagt, eine Bitte: Ich habe seit einiger Zeit mal wieder Lust, einen guten und anspruchsvollen Kriminalroman zu lesen. Leider kenne ich mich in diesem Genre nicht gut aus, da mein Interesse in den letzten Jahren anderer Literatur galt. Die einschlägigen Namen der Krimi-Bestsellerliste wie Adler-Olsen, Fitzek, Neuhaus o.ä. stellen leider sprachlich nicht das dar, was ich mir unter „guter origineller Literatur“ vorstelle und es ist sehr schwierig und zeitaufwendig, sich im Meer von Neuerscheinungen und Buchtippgebern nach interessanter, anspruchsvoller, stilistisch herausragender Krimilektüre mit einem Hauch Absurd-Morbidem zu begeben …

Da ich kein typischer Krimileser bin, der rein auf eine spannende Story mit allseits bekannten Topoi oder Motiven setzt, die mich „nur“ unterhält und sich ratzfatz weglesen lässt, ist meine Suche bisher noch nicht erfolgreich gewesen und frustet mich etwas. Daher dachte ich mir, ich kehre das Ganze einmal um und frge euch nach Hinweisen und Links zu internationaler Kriminalliteratur, die auf meine Beschreibung passen könnte. Vielleicht geht es euch ja sogar wie mir und ihr befindet euch ebenso auf der Suche nach ähnlichen Büchern? Dann können wir uns austauschen oder ihr bekommt hier den einen oder anderen Tipp.

Willkommen sind alle Vorschläge aus der Weltliteratur, egal welcher Zeit, gern auch englischer Sprache, es muss keine Neuerscheinung sein. Wenn ihr euch fragt, was ich genau unter einem „guten und anspruchsvollen Kriminalroman“ verstehe, dann kann ich schon einmal sagen, dass ich die Krimis von Thea Dorn sehr mag.

Mit analytischem Blick betrachtet die Philosophin die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge und psychologischen Abgründe von Gewalttaten. Ihre Protagonistinnen entstammen meist wohlhabendem Milieu und töten aus Leidenschaft. Man könnte ihre Krimis auch als Milieustudien bezeichnen. Gefallen hat mir daran der analytisch-philosophische Blick, die originellen Tatschauplätze und -hergänge und die im Speziellen abgründig und selbstbewusst-kühl dargestellten weiblichen Killerinnen, deren innere Konflikte und abgespaltenen Bewusstseinsebenen Thea Dorn meisterhaft spannend, absurd-witzig und analytisch-kühl darstellt …

Nun seid ihr dran: Wer hat einen kriminellen Lektürevorschlag oder Buchtipp für mich?

Ich freue mich sehr auf eure Vorschläge und Kommentare!

 

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34 Gedanken zu “In eigener Sache: Suche anspruchsvollen Kriminalroman

    1. Liebe Jeanette, danke schön für die Tipps. Dürrenmatt kenne ich natürlich, vor allem „Die Physiker“, großartig. Aber stimmt, seine Kriminalromane kenne ich noch nicht, ein guter Hinweis. „Tannöd“ habe ich sogar mal gelesen, war aber nicht so begeistert. Die Handlung und die Figuren blieben nicht sehr im Gedächtnis, fällt mir vor allem auf, wenn ich jetzt versuche mich daran zu erinnern. Wolf Haas kenne ich gar nicht, werd ich mir mal anschauen.

      1. Hallo Katja, das kann ich bei Tannöd verstehen! Bei Wolf Haas muss man sich ein bisschen in die Sprache reinlesen, wenn man das aber geschafft hat (geht auch recht schnell), dann erfreut man sich dafür umso mehr an den Brenner-typischen Gedanken! Von Dürrenmatt kennst du bestimmt auch „Das Versprechen“, wurde unter dem Namen „the Pledge“ auch verfilmt (allerdings mit einem anderen Ende). Viel Spass beim Lesen auf jeden Fall und vielleicht lese ich auf dem Blog ja, wie’s dir gefallen hat 🙂 Gruss Jeanette

      2. Ja, ich werd mir das alles ansehen. Ich weiß grad nicht, ob ich „Das Versprechen“ gelesen habe, wenn nicht wird es wohl Zeit. Ja, vielleicht werd ich dann hier etwas schreiben, mal sehen. Das wird aber sicherlich noch etwas dauern. Aktuelle Lektüre fesselt mich noch und die liebe Zeit, ja ja …

    1. Hallo Allics – davon habe ich ja noch nie gehört. Der Schauplatz und die Kultur Tibets verbunden mit einer Kriminalhandlung klingt ja interessant. Mal sehen, ob es mich auch sprachlich überzeugt, da werd ich in jedem Fall mal hineinlesen. Ich danke dir! LG zurück

      1. Gern geschehen! Ich hoffe, Du wirst nicht enttäuscht. Sprachlich ist es m.M.n. durchaus anspruchsvoll, besticht gerade aber durch seine Andersartigkeit.
        LG

  1. Liebe Katja,
    Tannöd gefiel mir auch gut.
    Ich mag als leichte Literatur auch die Allmen Krimis von Martin Suter.
    Sprachlich schöne Krimis – das ist wirklich eine Marktlücke.
    Als nicht hörbar habe ich den neuen Schätzing empfunden, ich habe ihn als Hörbuch im Audible Abo gekauft und seine Sprache ist grauenvoll. Sätze ohne Nomen sind dort Standardformulierungen. Daraufhin kündigte ich mein Audible Abo. Es gibt dort nichts mehr, was ich aktuell hören möchte.
    Ich fand das Alphabethaus von Olsen durchaus lesenswert. Ich zeichne bei diesen Hörbüchern und bekomme immer nur die Hälfte mit. Deshalb bin ich wahrscheinlich auch nicht der Maßstab, den du dir bei Krimiempfehlungen zu Herzen nehmen solltest.
    Einen schönen Morgen von Susanne

    1. Hey Susanne – wie gesagt, blieb mir „Tannöd“ nicht so wirklich in Erinnerung. Martin Suter … interessant, muss ich mal schauen. Ich habe so einen kleinen Band von ihm, der liest sich sehr verquast und anstrengend. Wohl ein beliebter Autor, aber das heißt ja noch nichts …
      Frank Schätzing ist ja immer sehr präsent. Interessiert mich auch nicht wirklich und ich finde es konsequent, dass du dein Abo gekündigt hast. Ich höre mich noch durch 55 Stunden „Les miserables“ … Dir auch einen schönen Morgen!

  2. Ungewöhnlich und Krimi – diese Worte gehen wirklich selten zusammen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es gar kein stärker konventionalisiertes Genre gibt. Aber einen Tipp habe ich dennoch für dich und zwar „Zeit der Wut“ von de Cataldo und Rafele. Sowohl Sprache als auch Form sind nicht unbedingt genretypisch, es geht viel um Korruption und der Fall ist sehr spannend. Zwar anders als du es für Thea Dorn beschrieben hast, spielen psychische Abgründe doch eine große Rolle.
    Viele Grüße

    1. Hallo Mareike – das klingt interessant, werd ich auf jeden Fall mal reinlesen. Ja, es scheint nicht einfach zu sein, was natürlich auch am Genre und seinen Konventionen liegt. Schwierig wird es, wenn immer dieselben Sujets und Figurenkonstellationen auftauchen. Ich mag das Morbide, Absurde, gern auch mal Satirische, es sollte vielleicht auch gesellschaftskritisch sein und mich gern auch fordern oder abschrecken, denn nur dann bewegt es was in mir. Ich brauch nicht unbedingt viel Gewalt, Blut oder Serienkiller, damit ich eine Handlung als gelungen empfinde. Es muss auch nicht alles aufgelöst werden und sollte nicht zu stark erwartbar enden.
      Das Typische langweilt mich eher … Viele Grüße zurück!

  3. Auch wenn es vielleicht nicht direkt dem Genre Krimi entspricht, so würde ich das Buch „Die Akte Odessa“ von Frederick Forsyth empfehlen. Geht mehr in Richtung Politthriller, aber kann ich nur empfehlen. Spannend zu lesen und wartet mit einem überraschendem Ende auf.

    1. Hallo MacG – das ist ja mal ein spannendes Thema. Da scheint es rund zu gehen. Ist wohl auch in den 70er verfilmt worden … Danke für den Tipp!

  4. Guten Morgen.
    Ich lese auch nicht soooo gerne Krimis oder Thriller, höre sie lieber als Hörbuch.
    Was ich aber gerne lese ist Thea Dorn und da dachte ich, wenn Du ihre Bücher magst, dann könnte vielleicht Fran Dorf (z.B. Die Totdenkerin) etwas für Dich sein.
    Liebe Grüße,
    B.ee

    1. Liebe B.ee – „Die Totdenkerin“ scheint wirklich was für mich zu sein. Die Autorin sagt mir gar nichts. Wird also spannend. Aber bei Amazon scheint es jene Ausgabe nicht mehr zu geben, da muss man wohl suchen. Bei Booklooker hat es vielleicht jemand im Angebot. Danke für den tollen Tipp!

      1. Das ist aber lieb von dir. Ich hab es bei Booklooer für 0,25 EUR gefunden. Daher geht es! Danke trotzdem – ganz lieb!
        Generell aber gute Idee, dass man sich auf Blogs mal Bücher tauscht, wenn mal das Geld knapp ist – das ist ja auch umweltfreundlich und nicht jedes Buch muss man immer selbst haben.

      2. Ja, genau. Das denke ich auch. Und ich glaube auch, dass man unter Bloggern, die sich regelmäßig gegenseitig lesen, auch Vertrauen haben kann, dass die Bücher wieder bei einem ankommen.

        Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie Du es finden wirst. Es ist Jahre her, dass ich das Buch las! 🙂

  5. „Anspruchsvoll“ ist ja immer so ein Sache … Wolf Brenner kann ich auch empfehlen (wenn mir auch nicht alle gefallen haben), wobei ich seinen Nicht-Krimi „Verteidigung der Missionarsstellung“ trotz des blöden Titels am liebsten gelesen habe. Noch relativ unbekannt ist der Österreicher Georg Haderer mit seinen eher ungewöhnlichen Krimis um Kommissar Haderer, der unter Angststörungen leidet. Richtig gut gemacht und ohne sprachliche Zumutungen finde ich Oliver Bottinis „Mord im Zeichen des Zen“.

    1. Liebe Jutta, ja natürlich ist das so einfach gesagt „anspruchsvoll“, das ist ja immer relativ und hängt von meinen Lesegewohnheiten und Vorlieben ab. Was für den einen schon anspruchsvoll ist für den anderen noch längst kein Literaturniveau, dass er gerne liest und als gut bewerten würde. Jedenfalls muss für mich die Sprache stimmen und es darf gern morbid und ungewöhnlich sein oder auch chaotisch-verrückt, sonst ist es grausig. Ich werde mir den Haderer mal ansehen – danke dir!

  6. Ich bin ja auch keine passionierte Krimileserin, liebe Katja – gerne gelesen habe ich aber „Die amerikanische Nacht“ von Marisha Pessl, was ja aber auch kein klassischer Krimi ist. Auch „Das Verbrechen“ von David Hewson hat mir sehr gefallen – aber ob das nun wirklich so anspruchsvoll ist? 🙂

    1. Liebe Mara – danke auch für deinen Tipp. Von Marisha Pessl hab ich schon gehört. Mit dem Anspruch ist es wie gesagt immer so eine Sache. Ich sammle alle Tipps und werde mir alles mal ansehen.
      Ich freu mich über die zahlreichen Vorschläge – liebe Grüße aus Berlin!

  7. Schade dass mein Erstling „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“ (Martha-Saalfeld-Preis 2001, Debüt-Glauser-Nominierung 2005) inzwischen vergriffen ist, sonst müsste/könnte ich mich jetzt mit der Frage auseinadersetzen, wie riecht eigentlich diese Form von Eigenlob, wenn sie im virtuellen Raum begangen wird?! 😉 Was mir aber darüber hinaus einfällt, ist der Grenzfall von Paul Austers „New York Trilogy“. Und natürlich diverse Werke von Martin Sutter.

    1. Hallo Mischa –
      das ist mal eine gute Idee – die Autorin stellt gleich ihr eigenes Werk vor. Halte ich nicht für furchtbar arrogant, sondern interessant – irgendwie muss man ja in den Weiten des Netzes und der Bücherozeane wahrgenommen werden. Schade, dass es vergriffen ist .. Was ist mit einem E-Book? Gibt es davon eines?
      Paul Austers „New York Triologie“ wurde von mir hier sogar schon besprochen: https://writeaboutsomething.wordpress.com/2013/05/04/paul-auster-die-new-york-trilogie-1985-1987/ Es wird Zeit, dass ich mehr von ihm lese. Danke für die Erinnung! =)

      1. Hallo Katja,
        Deinen Artikel zu Paul Auster kannte ich noch gar nicht. Aber es lohnt sich immer, noch mehr von ihm zu lesen (ich habe jedenfalls noch nichts von ihm gelesen, was ich hinterher bereut hätte).
        Was meinen Erstling angeht – leider gibt es (noch) kein E-Book davon. Mag sein, das ändert sich irgendwann (würde mich freuen), aber zur Zeit existieren nur noch die Restexemplare im antiquarischen Buchmarkt und meinem Bücherschrank. In gute Hände würde ich ggf. eines abgeben … zumal mein zweiter (nicht vergriffener) Roman „Stimmengewirr“ zwar durchaus auf seine Art komplex ist, aber da eher psychologisch denn literarisch zu verstehen ist. 😉

      2. Bei Booklooker gibt es einige deine Bücher noch. Da hat man also noch Chancen – ich kaufe Bücher sowieso oft gebraucht, wenn das natürlich für den Autor/die Autorin weniger gut ist. Als Leser muss man halt auch sehen, wie man wirtschaftet. Danke, dass du hier kommentiert hast und ich so auf eine interessante Autorin gestoßen bin.

  8. Liebe Katja,

    ich mache normalerweise einen großen Bogen um Krimis. Aber dann gibt es hin und wieder anspruchsvolle Ausnahmen. Dürrenmatt ist auch mein klarer Favorit. Vor allem „Der Verdacht“ ist großartig. Des Weiteren kann ich dir Claudia Piñeiro mit „Die Donnerstagswitwen“ empfehlen. Absoluter Klassiker ist auch Kommissar Maigret von Georges Simenon. Vielleicht hilft dir das weiter und viel Freude beim Entdecken 🙂

    1. Hallo Bücherliebhaberin – also wieder Dürrenmatt, ja, der steht jetzt ganz oben auf der imaginären Liste. Der Krimi gilt ja heutzutage auch als Inbegriff des Unterhaltungsformats mit Serien wie CSI etc. Schaut man sich mal einfach die Bestenliste nach Verkauf an, dann sind Krimis monatlich weit vorn. Der Mainstreamleser mag Kriminelles und Romanzen. Dennoch ist der Kriminalroman ein Genre, dass ganz klassich und anspruchsvoll begonnen hat. Georges Simenon hab ich auch noch nicht gelesen. Ich danke dir für den Tipp und freu mich!

  9. Hallo
    ich hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, daher besteht die Gefahr der Wiederholung – aber ich lege Dir ebenfalls die Krimis von Dürrenmatt ans Herz (gibt es gesammelt in einem Diogenes-Schuber), außerdem Friedrich Glauser, z.B. „Matto regiert“ und Hansjörg Schneider – alle aus der Schweiz. Und selbstverständlich Sherlock Holmes (Doyle). Ich bin gespannt, ob Du unter den vielen Tipps der anderen Blogger etwas findest und hoffe, Du hast viel Spaß damit!

    1. Hallo Birgit – herrje, jetzt habe ich so viele interessante Tipps, da könnte ich erst einmal mehrere Wochen Urlaub nehmen und lesen lesen lesen … Das freut mich sehr.
      Dürenmatt wird es jetzt wohl mit deiner nochmaligen Erwähnung definitiv werden, Sherlock Holmes, ja natürlich, als Jugendliche zusammen mit den Agatha Chriestie-Romanen verschlungen – ich steh total auf Miss Marple, kenne nur alle Miss Marple Stories schon. Die beiden Schweizer Autoren sagen mir noch nichts, die werd ich mir anschauen.

      Es hat sich wirklich gelohnt euch zu fragen, das freut mich sehr – jetzt kann ich mich in Ruhe durch die Tipps fühlen und ihr findet vielleicht die eine oder andere Besprechung auf unserem Blog. Vielleicht hat auch Laura als sonst nicht unbedingt-klassische-Krimileserin Lust einen mitzulesen.

      Danke an dich Birgit und danke allen Tippgebern!

  10. Liebe Katja,
    es ist zwar schon eine Weile her, dass du diesen Aufruf gestartet hast, aber die Suche nach guten Lektüren ist ja immer aktuell und Bücher haben zum Glück kein Verfallsdatum.

    Auch ich habe früher keine Krimis gelesen, aber seitdem ich beruflich schwerpunktmäßig damit zu tun habe, ‚arbeite‘ ich mich auch privat in dieses Genre ein, und zwar mit immer größerer Leidenschaft. Doch bevor ich dir ein paar Namen nenne, hier ein kleiner Tipp: Wer nach anspruchsvoller Spannungsliteratur abseits der Bestsellerlisten sucht, für den lohnt sich ein Blick auf die KrimiZEIT-Bestenliste, die immer am Anfang des Monats erscheint und von fähigen Krimikritikern wie Tobias Gohlis, Thomas Wörtche und Ulrich Noller zusammengestellt wird. Da sind immer wieder wirklich gute Sachen mit dabei, die fast ausnahmslos alle Lust aufs Lesen machen.

    Nun aber meine Empfehlungen. Als Schnittstelle zwischen Krimi und Literatur kann ich dir Peter Hoegs Fräulein Smillas Gespür für Schnee ans Herz legen: in jeglicher Hinsicht fesselnd, vor allem auch sprachlich und erzählerisch. Ein stilistischer Virtuose ist in meinen Augen auch Jan Costin Wagner, der extrem stille und melancholische Finnlandkrimis um einen Kommissar namens Kimmo Joentaa schreibt; sein letzter, Tage des letzten Schnees, ist – wie ich finde – der stärkste aus der Reihe, man kann ihn ruhig lesen, ohne die anderen zu kennen. Bei Wagner geht es nie um den Fall an sich, sondern darum, was ein Unglück/Verbrechen in den Angehörigen, Tätern und Ermittlern anrichtet – das lotet der Autor mit einer unglaublichen Sensibilität für Emotionen und Stimmungen aus. Als dritten Schriftsteller möchte ich dir Daniel Woodrell empfehlen: Auch seine Romane bewegen sich in jenem Grenzbereich zwischen Literatur und Spannung, den ich so aufregend finde, er ist einer der Begründer des „Country Noir“, zu denen beispielsweise auch Donald Ray Pollock gehört: raue, trostlose, oft verstörende Literatur, in deren Mittelpunkt nicht unbedingt ein Verbrechen, doch aber die Gewalt steht.

    Vielleicht ist etwas für dich dabei? Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei deiner Suche nach guten Krimis und packende Lektüren!

    Liebe Grüße,
    caterina

    1. Liebe Caterina – ich danke dir, puh, da hab ich ja zu tun. Das sind ja ausführliche Tipps, die ich mir alle mal ansehen muss. Vielleicht klappt es ja mit der Verlosung bei dir, und wenn nicht, dann ist ein Gang zu Dussmann fällig.

      Viele liebe gewittrige Grüße

      Katja

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